Betrieb gehört zu den drei besten freien Werkstätten Deutschlands

Deutscher Werkstattpreis: Dritter Platz für die Turbogarage in Fritzlar 

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Zwei Brüder in ihrem „Wohnzimmer“: Stefan Nonn (links) und Matthias Nonn haben in der Turbogarage einen Porsche 993 Rennausführung stehen.

Fritzlar. In der Branche von Stefan und Matthias Nonn geht es darum, so schnell wie möglich von null auf hundert zu kommen. Bei Sportwagen zählt die Beschleunigung. Die beiden haben es jetzt von null auf drei geschafft – und können ihr Glück kaum fassen.

Die Turbogarage der Brüder holte beim Deutschen Werkstattpreis den dritten Platz. Zwar nicht binnen Sekunden, aber innerhalb eines halben Jahres. So lange gibt es die Werkstatt am Wehrengrund in Fritzlar.

Auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern haben sich Matthias und Stefan Nonn ihren gemeinsamen Traum erfüllt. Sie haben die Werkstatt für Sportwagen nach eigenen Vorstellungen gebaut und eingerichtet, auf dem Stand der Technik und mit sauberem Werkzeug. „Damit waren wir im Wettbewerb ein Exot“, sagt Matthias Nonn.

Auf dem Sofa Platz nehmen

Die Individualität beginnt am Eingang. Wer die Turbogarage betritt, soll sich wie zuhause fühlen. „Das ist unser Wohnzimmer“, sagt Stefan Nonn. Er steht in der Ausstellungshalle. Hier liegen keine kalten, weißen Fliesen, hier gibt es einen warmen Holzboden. Zusammen mit dem braunen Sofa und zwei Sesseln soll er für Wohlfühlatmosphäre sorgen. Bei den Planungen haben sich Matthias und Stefan Nonn in die Rolle des Kunden hineinversetzt und sich gefragt: Wo würde ich hinfahren, wenn ich einen Auftrag hätte? „Hier wäre ich richtig“, sagt Matthias Nonn über die Turbogarage, die ihren Fokus auf Autos der Marke Porsche legt.

Im Ausstellungsraum gehe es für die Nonns nicht ums reine Verhandeln und Verkaufen. Es geht um Leidenschaft. „Ich freue mich über jeden Kunden, der die gleiche Begeisterung für die alten und neuen Fahrzeuge hat wie wir“, sagt Matthias Nonn. Dabei sei es egal, ob dem Gesprächspartner ein Wagen für 10.000 oder 100.000 Euro gehört. „Jeder hat was zu erzählen.“

Die Leidenschaft für Sportwagen begann bei den Nonns in den 1980er Jahren. „Wir haben uns Porsche angeschafft, die wir uns nicht leisten konnten“, erinnert sich Matthias Nonn. An den 930er Turbomodellen aus den Jahren 1980 und 1985 schraubten sie selbst. Von diesen Erfahrungen – und ihren Rennen im Motorsport – zehren die Brüder noch heute. „Es macht nicht einfach „Plopp“, sagt Stefan Nonn über die Entstehung der Turbogarage. Es sei ein langer Weg. Ungezählte Wochenenden hätten die beiden in der Werkstatt verbracht, immer wieder geschraubt, getüftelt, gelernt. Matthias Nonn repariert noch immer Motoren. Unterstützt wird er von zwei ausgebildeten Meistern: Frank Liebal und Gerrit Spangenberg. „Hier kocht der Chef noch selbst“, sagt Stefan Nonn. Darauf sind er und sein Bruder stolz.

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Quelle: HNA

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