22.000 Gäste sahen Ben Hur auf der Waldbühne Niederelsungen

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Szene aus Ben Hur: 150 Schauspieler und 100 Helfer hinter der Bühne tragen zum Gelingen der Aufführungen bei. Jetzt attestierte der Bund deutscher Amateurtheater der Waldbühne Niederelsungen, Deutschlands zweiterfolgreichste zu sein.

Niederelsungen. Mehr als 22.000 Besucher haben bei insgesamt 16 Aufführungen der Waldbühne Niederelsungen Ben Hur gesehen. Damit hatte sie die zweitmeisten Gäste unter den 142 deutschen Freizeit-Bühnen.

Das teilte der Bund deutscher Amateurtheater mit. „Wir hatten ein absolut gutes Schauspieljahr“, freut sich Werner Schmidt, zuständig für Werbung und Marketing. Auf Rang eins kamen die Westfälischen Freilichtspiele Hamm-Heessen. Die Bühne hatte 22.146 Besucher bei 16 Aufführungen. „Wir sind also knapp am Ziel vorbeigeschrammt“, meint Schmidt.

Trotz des zum Teil sehr schlechten Wetters sei die Kartennachfrage riesengroß gewesen. Die Buchungen, die über das neue Online-Reservierungssystem, aber auch per Fax und Telefon getätigt wurden, seien kaum zu bewältigen gewesen. Einige Besucher hätten sich schon Stunden vor der Öffnung der Abendkasse auf dem Knechtenberg niedergelassen, um noch an wenige Resttickets zu gelangen.

Unerfüllte Kartenwünsche

„Selbst diese Aktionen waren nicht immer von Erfolg gekrönt, und so blieben leider etwa 3000 Kartenwünsche unerfüllt“, sagt Schmidt. Fast jede Aufführung sei ausverkauft gewesen.

Mit vielen Tausend ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden wurden die großen Investitionen in Bühnenbild und Infrastruktur selbst finanziert und ohne Zuschüsse gestemmt. Mit über 250 Mitwirkenden bei jeder Aufführung – vor und hinter der Bühne – sei eine gigantische Meisterleistung vollbracht worden. Das „Spielende Dorf“ habe einmal mehr einen Zusammenhalt bewiesen, an dem alle Altersklassen von vier bis 83 Jahren ihren Anteil hatten. Besonders stolz ist die Waldbühne Niederelsungen auf die große Zahl jugendlicher Mitwirkenden.

Bereits in den Vorjahren gehörte die Waldbühne stets zu den fünf erfolgreichsten deutschen Amateurbühnen. Schlüssel zum Erfolg sei laut Schmidt der gewaltige Stamm an ehrenamtlichen Helfern und die Tatsache, dass die Bühne eine der größten in Deutschland sei.

Erste Vorbereitungen für die kommende Saison laufen bereits. Gespielt wird dann „Romeo und Julia“. Gäste dürfen gespannt sein, wie diese Inszenierung von den Niederelsungern umgesetzt wird.

Quelle: HNA

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