Tafelarbeit soll die Armut lindern

Diakonisches Werk sieht sich in Verantwortung

Schwalm-Eder. Die Tafelarbeit im Schwalm-Eder-Kreis ist gut aufgestellt. Das sagt Matthias Pohl vom Diakonischen Werk Schwalm-Eder mit Sitz in Homberg.

Die vier Tafeln in Melsungen, Fritzlar, Homberg und Schwalmstadt seien personell und auch technisch gut ausgestattet. Mehr als 250 ehrenamtliche Mitarbeiter versorgen 2000 Menschen im Landkreis mit Lebensmitteln, ein Drittel davon seien Kinder. Natürlich seien aber auch stets Geldspenden nötig und willkommen, um die Projekte auf solide Füße zu stellen, sagt Pohl.

Dennoch sei es keinesfalls so, dass die Tafeln im Landkreis in finanzieller Hinsicht so schlecht ausgestattet seien, dass ihr Fortbestand in Frage gestellt sei. Das Diakonische Werk gebe ein klares Bekenntnis, auch künftig Tafelarbeit leisten zu wollen. Es sei schlimm, dass diese Arbeit überhaupt nötig sei, aber: „Wir leisten die Tafelarbeit ja nicht, um Armut zu überwinden, sondern um Armut zu lindern“, stellt Pohl klar.

Diese Armut hat viele Gesichter. Je der vier Tafeln im Landkreis versorgt um die 500 Menschen mit Lebensmitteln. Der Bedarf sei so groß, dass es sogar Wartelisten gebe.

Das Diakonische Werk Schwalm-Eder leiste das, was die kirchliche Ethik fordere: Barmherzigkeit. „Als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege sehen wir uns in der Verantwortung, sich mit der Tafelarbeit sozialpolitisch zu Wort zu melden. (bra)

Quelle: HNA

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