Möbel Dickhaut: Bauarbeiten im Traditionshaus laufen

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Arbeiten unter Hochdruck: Matthias Stodtko und Kamil Duda von der Firma Rabus verlegen auf der oberene Etage den neuen Boden.

Homberg. Staub bedeckt den neu verlegten Boden, die Kreissäge kreischt im Hintergrund, Handwerker laufen auf der obersten Etage des Möbelhaus Dickhaut mit Werkzeugen umher. „Die Bauarbeiten gehen schneller voran als gedacht“, sagt Hausleiter Kurt Zaß. Schon Mitte Mai soll die obere Etage fertig sein und kann eröffnet werden.

Zaß ist für die Abwicklung des Räumungsverkaufs zuständig, nachdem Möbel Dickhaut Insolvenz anmelden musste und von der Kasseler Möbelhaus-Gruppe Schaumann übernommen wurde.

Der Verkauf der Ware auf der unteren Etage laufe auf Hochtouren, erklärt Zaß. Schließlich sollen auch hier bald die Bauarbeiten beginnen. „Rund zwei Millionen investiert Schaumann in die Renovierung“, sagt Zaß. Das sei auch dringend nötig. Zu lange sei an dem Gebäude nichts gemacht worden.

Mitarbeiter mussten gehen

Auf der oberen Etage wird der Bereich Schlafen, Küche und Jugendzimmer entstehen. Früher war hier die Verwaltung und der Bereich Wohnen untergebracht. „So eine riesige Verwaltung habe ich vorher noch nie gesehen“, sagt Zaß. Darin sieht er auch einen Grund, warum Dickhaut Insolvenz anmelden musste. „Das Kapital war aufgebraucht, Dickhaut schaltete nur noch wenig Werbung. Am Schluss sind die Umsätze um 50 Prozent zurückgegangen“, erklärt er. Hinzu seien dann die hohen Personalkosten in der Verwaltung und für den Fuhrpark gekommen. „Da steht Dickhaut auch zu“, sagt er.

Das Gebäude wird nun auf den neuesten Stand gebracht: „Wir hatten hier einen Öltank mit 50 000 Litern Öl. Was meinen sie, wie schnell die ersten 10 000 Liter weg waren, das geht nicht“, sagt er.

Jetzt sei eine neue Gasheizung eingebaut worden. Auch auf anderen Ebenen gab es Veränderungen. Mit der Insolvenz mussten die 30 Mitarbeiter gehen. „Die haben bis auf einen oder zwei aber wieder eine Arbeit gefunden“, sagt Zaß. Für den Neustart sucht Schaumann nun 15 bis 17 neue Verkäufer mit Erfahrung in der Branche. Zukünftig soll auch ausgebildet werden.

Das Möbelhaus wird im Gegensatz zu früher nur noch reine Verkaufsstelle sein. Die Auslieferung erfolge aus Kassel, sagt Zaß. Mit der Insolvenz sind auch die Garantierleistungen der Kunden erloschen, die noch beim alten Besitzer gekauft hatten. „Wir helfen trotzdem, wo wir können.“

Von Max Holscher

Quelle: HNA

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