Anwohner feierten Geburtstag, als das alte Haus einstürzte

„Die Erde vibrierte“

Nachts um kurz vor drei: Feuerwehren aus Bründersen, Wolfhagen und Altenhasungen sind vor Ort , nachdem das alte Fachwerkhaus in der Glockenstraße eingestürzt ist. Foto: Ricken

Bründersen. „Plötzlich vibrierte die Erde, dann gab es einen Schlag, als wäre eine Bombe eingeschlagen“, erzählt Sven Ehrhardt, der mit seinen Freunden im Garten Geburtstag feierte. Alle liefen zur Straße und sahen neben der Kirche eine riesige Staubwolke aufsteigen. Es dauerte einen Moment, bis die Augenzeugen begriffen, dass soeben Teile des alten Fachwerkhauses in der Glockenstraße in sich zusammengestürzt waren. Der Schreck sitzt noch allen in den Knochen: „Eine halbe Stunde vorher sind einige unserer Gäste an dem Haus vorbeigegangen, um Zigaretten zu holen“, sagt der Anwohner. „Wir und unsere Kinder, die regelmäßig vor dem Haus spielen, hatten 100 Schutzengel.“

Auch die Kirchgänger schauen am Sonntag mit einem unguten Gefühl auf die Ruine. Einige erzählen, dass der Eigentümer bereits eine Abrissgenehmigung erhalten haben soll. Am Sonntag wird das alte Haus zur Touristenattraktion.

20 Jahre ist das heruntergekommende Gebäude bereits unbewohnt - nicht ganz: Aufmerksamen Beobachtern fällt am Sonntag die Taube auf, die immer wieder über der Ruine ihre Kreise dreht. Die Feuerwehrleute haben sie in der Nacht als erste entdeckt. Irgendwo in den alten Fachwerkmauern hat sie in der Nacht ihr Nest verloren.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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