Zimmerleute stellen in Naumburg die Wandelemente und arbeiten am Dach

Neuer Naumburger Kindergarten soll im Herbst fertig sein

Es geht weiter: Ein Teil der hölzernen Wandelemente ist installiert, hier liegen auch bereits die Dachbalken. Links Zimmermann Daniel Schmidt, der für die weiteren Arbeiten auf besseres Wetter hofft.
+
Es geht weiter: Ein Teil der hölzernen Wandelemente ist installiert, hier liegen auch bereits die Dachbalken. Links Zimmermann Daniel Schmidt, der für die weiteren Arbeiten auf besseres Wetter hofft.

Seit gut einem halben Jahr geht es bereits rund auf dem Gelände der früheren Oberförsterei in Naumburg. Das Gelände wurde vorbereitet, der Tiefbau erledigt. Aber erst jetzt nimmt die neue Kindertagesstätte in der Naumburger Kernstadt sichtbar Form an.

„Jetzt sieht man richtig was“, sagt dann auch der bauleitende Architekt André Holl vom Fritzlarer Büro Architekten Gerlach. Die für den Rohbau zuständigen Handwerker und die Betonbauer haben ihre Gewerke nahezu abgeschlossen, jetzt wächst das Gebäude dank der Zimmerleute flott in die Höhe. In Holzständerbauweise wird der Aufbau auf die Betonplatte installiert. Rund 80 in Paderborn vorgefertigte Holzelemente mit einem durchschnittlichen Gewicht von 400 Kilogramm werden festgedübelt. Auf diesen Wandflächen wird das Dachtragwerk aufgesetzt. Das Ganze, sagt Architekt Holl, werde in zwei getrennten Bauabschnitten realisiert. Schnittpunkt ist die Brandwand, die mittig im Baukörper steht.

„Im Moment grätscht uns ein bisschen das Wetter rein“, sagt Holl. Der Schnee der vergangenen Tage und die Nachtfröste bremsen etwas den Tatendrang der Zimmerleute, wie auch Zimmermann Daniel Schmidt von der Firma Holzbau Stamm aus Paderborn bestätigt. Auf den Gerüsten oder oben auf den Holzplanken konnte am Montag nicht gearbeitet werden, dort war es spiegelglatt. Aber auch auf der Bodenplatte gab es zu tun, dort mussten die Befestigungspunkte für die nächsten hölzernen Wandelemente vorbereitet werden.

Wenn die hölzernen Bauteile komplett stehen, das Dach dicht ist, außerdem Fenster und Türen eingebaut sind, kommen die Installateure und bauen in die nach innen halb offenen Holzwände Strom und Wasserleitungen ein. Anschließend werden die Wände mit Gipskartonplatten geschlossen und die Hohlräume mit Zellstoff ausgeblasen. Von außen werden die Flächen verputzt.

Die Dachlandschaft wird eine Kombination aus Pultdächern, die mit Fotovoltaik bestückt werden, und einem Flachdachbereich, der begrünt wird, erklärt der Architekt. Holl ist zuversichtlich, dass bereits in der kommenden Woche sowohl die Wände stehen, als auch das Dach auf dem Gebäude liegt. Dann folgt der restliche Innenausbau.

Im Frühjahr geht es dann draußen auf dem gut 5200 Quadratmeter großen Grundstück weiter. „Die Arbeiten an den Außenanlagen sind dann noch mal aufwendig“, sagt der Architekt. Das habe vor allem mit der Hanglage zu tun. Spielgelände, Wege, Parkplätze und Einzäunung stehen dann an. Im Herbst soll das rund 3,9 Millionen schwere Neubauprojekt fertig sein. Auf einen exakten Termin will sich André Holl nicht festlegen

Das barrierefreie Gebäude mit seinen 1170 Quadratmetern Nettonutzfläche wird dann als Ersatz für den bisherigen Kindergarten-Bau aus den frühen 1960er-Jahren zeitgemäße Betreuungsmöglichkeiten für 112 Kinder in insgesamt fünf Gruppen bieten und eine entsprechende Arbeitsumgebung für das Personal. (Norbert Müller)

Blick auf die Baustelle: Das Gebäude wird 1170 Quadratmeter Nettonutzfläche bieten, das gesamte Gelände hat eine Größe von 5200 Quadratmetern. Auf der linken Hälfte stehen die Wandelemente bereits. Links oberhalb der Baustelle ist die alte Kita zu sehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare