Für Infrastruktur und Geräte

Digitalisierung: Jetzt werden die Schulen im Hochtaunus aufgerüstet

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15,6 Millionen Euro beschert der Digitalpakt den Schulen im Hochtaunus. Das Geld soll in Infrastruktur und Geräte investiert werden. 

15,6 Millionen Euro beschert der Digitalpakt den Schulen im Hochtaunus. Das Geld soll in Infrastruktur und Geräte investiert werden. 

Hochtaunus - Der Digitalpakt soll die Schüler fit für die Zukunft machen. Bund und Länder geben dafür Milliarden aus. Auch der Hochtaunus kommt in den Genuss zusätzlicher Gelder. Aus dem Programm "Digitale Schule Hessen" fließen in den nächsten fünf Jahren 15,6 Millionen Euro in den Kreis.

"Die Mittel stehen für die digitale Infrastruktur der Schulgebäude zur Verfügung", teilt der Landtagsabgeordnete Holger Bellino (CDU) mit. Damit können WLAN in Schulgebäuden, digitale Präsentationstechniken in Unterrichtsräumen, Cloud-Lösungen und mobile Endgeräte finanziert werden.

Im Hochtaunuskreis werden die Mittel nach Auskunft von Sprecherin Andrea Nagell in enger Absprache mit den Schulen eingesetzt. "Wir haben die Schulen aufgefordert, Ideen einzubringen", sagte Nagell. Jede Einrichtung werde angehört und könne ihren Bedarf anmelden. 

Die Wünsche münden dann in einen sogenannten Medienentwicklungsplan. Schon heute verfügen die Schulen im Hochtaunuskreis an insgesamt 60 Standorten über 150 iPads (225 weitere stehen zur Auslieferung bereit), 580 Notebooks, 120 Server und 4600 Desktop-PCs. Zudem gibt es in den Taunus-Schulen diverse Präsentationsgeräte wie Activ-Panel und Smartboards.

Hochtaunus: Über Funk verbunden

In Sachen schnelles Internet, das ja Voraussetzung für viele digitale Projekte ist, setzt der Hochtaunuskreis auf ein variables System. Die Schulen sind über Funk ans Internet angebunden, die Kapazität lässt sich laut Kreis an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen. Auch WLAN ist kein Neuland für die Hochtaunus-Schulen. Rund 30 Prozent der Grund- und weiterführenden Schulen - Stand heute sind das insgesamt 20 - haben die Technik bereits verfügbar.

Von dem Programm "Digitale Schule Hessen" sollen alle Schulen - von der Grundschule bis zur Berufsschule - profitieren, betont Bellino. Damit nicht genug. Neben den Investitionen in die Schulen soll auch die Fortbildung der Lehrer forciert werden. 

Experten sollen das Staatliche Schulamt in Friedberg, das auch für den Hochtaunuskreis zuständig ist, laut Bellino dabei begleiten, pädagogische Konzepte zum Einsatz digitaler Medien zu entwickeln und umzusetzen. "Schließlich sind die Lehrer die Gestalter des digitalen Wandels in den Schulen, eine Grundvoraussetzung für modernen Unterricht", so der Landtagsabgeordnete.

Digitalisierung: Nicht bestimmen

"Digitalisierung soll zur bestmöglichen individuellen Förderung aller Schülerinnen und Schüler beitragen", betont Bellino, weist aber auch darauf hin, dass die neuen Lernformen und digitalen Methoden den Unterricht bereichern können, ihn aber nicht bestimmen sollen. Gerade an Grundschulen sollen gemäß der Entwicklungsstufen der Kinder die Vermittlung analoger und manueller Kulturtechniken auch weiterhin im Vordergrund stehen. 

(mak)

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