Chefin des Amtsgerichts klagt gegen Ministerium

Schwalmstadt. Eine Stelle, drei Bewerber, zwei Gerichtsverfahren: Im Zusammenhang mit der Besetzung der Stelle des Präsidenten des Gießener Amtsgerichts taucht auch der Name der Schwalmstädter Amtsgerichtdirektorin Dr. Gudrun Labenski auf.

Die 57-jährige Juristin bestätigte am Donnerstag der HNA einen Bericht des Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Demnach haben sie und ein anderer Bewerber, der Direktor des Marburger Amtsgerichts, gegen die bereits getroffene Auswahl des Justizministeriums Klage eingereicht.

Das Justizministerium habe sich für einen der drei Bewerber entschieden und zwei hätten eine Absage erhalten, erklärte Labenski im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Klageweg sei aus ihrer Sicht notwendig gewesen, da die Stelle sonst umgehend mit dem bereits ausgewählten Bewerber besetzt werde.

Das Verwaltungsgericht Gießen hat im Eilverfahren bereits die Konkurrentenklage des Marburger Amtsgerichtsdirektors abgewiesen. Mit der Klage Labenskis beschäftigt sich das Verwaltungsgerichts in Kassel. Die Juristin rechnet im Mai mit einer Verhandlung.

Seit 1997 ist Labenski die Chefin des Amtsgericht in Treysa. Bei ihrem Amtsantritt galt die Marburgerin als eine der jüngsten auf diesem Posten.

Der Schwerpunkt der Richterin ist das Zivilrecht.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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