Mäßig erheiternd: Der Auftritt von Maddin Schneider in Fritzlar

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Hessischer Fäkalhumor: Maddin Schneider punktete bei seinem Auftritt in der Fritzlarer Stadthalle nur durch Gestik. 

Fritzlar. Mit seinem neuem Programm „Lach oder Stirb!“ trat Maddin Schneider am Sonntag in der Stadthalle in Fritzlar auf. Maddin ist ein Gewohnheitstier.

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Dazu gehört, dass er täglich um 22.30 Uhr in den Federn liegt und dass seine Freundin Janine „Alles neu macht der Mai“ etwas eigensinnig interpretiert: Jahr für Jahr trennt sich die Freundin von Maddin. „In 15 Jahren feiern wir Silbertrennung“, erzählt Maddin stolz. Nur in diesem Jahr kam alles anders: Maddins Oma starb und Janine verließ ihn Anfang August.

Der dritte Schicksalsschlag: Der Vermieter meldet Eigenbedarf auf Maddins Wohnung an, und der naive Tölpel muss sich ein neues Dach über dem Kopf suchen. Dies gefällt Martin gar nicht: „Eigenbedarf vom Vermieter ist, als würde eine Mutter zu ihrem Kind sagen, ich trinke die Milch jetzt selber.“

Also lässt sich Maddin bei einem Hauskauf über den Tisch und anschließend vom „italienische Arschidektä“ das Geld aus der Tasche ziehen. Spätestens an dieser Stelle quälen die Witze den Zuschauer. Die gezwungen lustige Fremd-Wortwahl von Maddin nimmt der Show jeglichen Reiz: „Von wegen Insolzenz, pleite sind die gegangen. Ich lass mich doch nicht für dumm verkaufen.“

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Nach der Pause sperrt sich Maddin in einem Dixi-Klo ein. Dort hängt er seinen Gedanken nach und versucht Silberfische zu verspeisen. So hat er beispielsweise seinen besten Freund mit dessen Freundin Claudi betrogen. „Die hat geknutscht wie eine Elchkuh.“

Eine geballte Ladung Fäkalhumor überschwemmt den Zuschauer zum Abschluss der Show. Maddin rollt in seinem Dixi-Klo einen Berg hinunter, natürlich trägt er dabei einen weißen Anzug und rettet sich so. „Der Anzug war dann eher Latte Macchiato.“

Die Zuschauer waren geteilter Meinung über den Auftritt. Claudia Theis aus der Nähe von Fritzlar gefällt die Mimik und Gestik des Comedian besonders gut.

Martin Gonnermann aus Homberg schmunzelt: „Ich kann ein paar Tipps für den Hausbau mitnehmen“, sagt der Mann, „sonst interessiert mich eher politisches Kabarett.“

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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