DLRG Breuna sorgte sechs Wochen lang für sichere Badestrände an der Ostsee

DLRG Breuna sorgte für sichere Badestrände an der Ostsee.

Breuna/Damp. Eine ungewöhnliche hohe Zahl tödlicher Badeunfälle hat es in diesem Jahr an der Ostsee gegeben. Mehrere Menschen ertranken, oft aus Leichtsinn, weil sie bei gefährlichem Wind und Wellengang die Warnungen der DLRG ignorierten.

Acht Mitglieder des DLRG-Ortsverbandes Breuna waren in diesem Sommer wieder zum freiwilligen Wachdienst an der Ostsee und sorgten dafür, dass sich in ihrem Bereich des Fischleger Strandes bei Damp keine schweren Badeunfälle ereigneten.

Insgesamt leistete das Team der Breunaer Lebensretter um den Schriftführer und Betreuer Klaus-Dieter Reitenberger in diesem Jahr in sechs Wochen 1400 Stunden Wachdienst an zwei Strandabschnitten nahe Damp. Der Bereich, in dem sich viele tödliche Badeunfälle ereigneten, ist nur 30 Kilometer Seelinie von Damp entfernt.

Reitenberger führt die vielen schweren Unfälle in dieser Saison in erster Linie auf menschliches Fehlverhalten zurück: So würden häufig Gefahren unter- und die eigene Konstitution überschätzt. Viele Menschen, darunter oft auch Einheimische, hätten Badeverbote aufgrund der Wellen und Strömung schlicht missachtet und sich sowie die Retter dadurch in Lebensgefahr gebracht. Deshalb setze man bei den eigenen Rundgängen über den Strand auch auf Prävention in Form von direkter Ansprache der Badegäste. Besonders im Fokus hätten dabei Familien mit kleinen Kindern gestanden.

Kein Verständnis hat Reitenberger für die Unvernunft einiger Schwimmer. Er habe selbst bei roter Flagge als Zeichen eines kompletten Badeverbotes mehrfach einige Unverbesserliche auffordern müssen, das Wasser zu verlassen. Oberstes Ziel des Breunaer Ortsverbandes sei es, möglichst viele junge Mitglieder bis zum Rettungsschwimmer auszubilden, um mit ihnen die Wachdienste an der Ostsee sicherzustellen.

Von Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.