Villa Kunterbunt: Kinder, Eltern sowie Gäste weihten Krippe in Neukirchen ein

Domizil für Langstrümpfe

Viel Raum für die Jüngsten: Auf 215 Quadratmetern können 18 Ein- bis Dreijährige in der neuen Krippe „Die kleinen Langstrümpfe“ toben. Foto: Rose

Neukirchen. Schon im vergangenen August zogen die kleinen Langstrümpfe in ihre neu gebaute Krippe in Neukirchen ein. Seitdem gehören die unter Dreijährigen zum Kindergarten Villa Kunterbunt. Sechs Erzieherinnen und 18 Knirpse fühlen sich auf insgesamt 215, speziell auf die Jüngsten zugeschnittenen Quadratmetern so richtig wohl. Am Samstag wurde die Krippe nun eingeweiht. Verbunden war der kleine Festakt mit einem Tag der offenen Tür.

„Liebe, Liebe und noch mehr Liebe“ – so zitierte Kindergartenleiterin Heidi Gischler Namensgeberin Astrid Lindgren auf die Frage, was Kinder eigentlich brauchen. Getreu dieser Maxime arbeite das Team, das sich insbesondere um eine liebevolle Eingewöhnung der Ein-bis Dreijährigen bemühe. Denke sie an die Diskussionen, die es zuvor im Parlament um den Bau der Krippe gab, falle ihr eine Liedzeile ein – „du bist gewollt“. Gewollt hätten die Krippe letztlich alle Fraktionen. „Das tut uns gut und motiviert“, sagte Gischler. Auch Bürgermeister Klemens Olbrich gab zu, dass es anfangs Vorbehalte gab, gleich für zwei Krippengruppen zu bauen. Dass die Entscheidung dafür letztlich richtig war, zeige die Nachfrage. Von 20 Plätzen seien 18 belegt. Rückblickend freue er sich aber auch, dass die veranschlagten Kosten von 410 000 Euro eingehalten werden konnten. Die Arbeit sei „zuverlässig und präzise“ von überwiegend heimischen Firmen übernommen worden. Der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker erläuterte noch einmal, dass man die Vorgabe der Bundesregierung – den rechtlichen Anspruch auf Betreuung für unter Dreijährige – im Kreis mit aller Kraft voran treibe. Sechs Millionen Euro habe der Schwalm-Eder-Kreis hierfür vom Bund bekommen. „300 000 Euro konnten wir für Neukirchen zur Verfügung stellen.“

Derzeit könnte man 32 Prozent der unter Dreijährigen einen Betreuungsplatz anbieten. „Wir streben 37 Prozent an“, verdeutlichte Becker. Noch vor zehn Jahren habe kaum jemand daran gedacht, dass im ländlichen Bereich überhaupt ein solches Angebot genutzt würde. Aber mit dem Arbeitsmarkt habe sich auch die Betreuungssituation verändert. Trotz langer Diskussionen halte er die Entscheidung in Neukirchen für richtig: „Die Geburtenzahlen sind stabil. Hier werden etwa 50 Kinder im Jahr geboren.“

Zur Einweihung gratulierten auch viele Mandatsträger sowie Stadtverordnetenvorsteher Willi Berg und die Elternvertretung. Der neu gegründete Kindergarten-Förderverein überraschte das Team mit einem besonderen Geschenk – einer neuen, „ganz schnellen“ Digitalkamera.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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