Donnerstag wird es finster

Partielle Sonnenfinsternis am Mittagshimmel

Schule Schüler Himmel Schutzbrillen
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So blickten 2015 Schüler und Lehrer der Fritzlarer Schule an den Türmen gen Himmel: Solche Massenbeobachtungen der Sonnenfinsternis sind diesmal allein wegen der Coronaregeln nicht möglich. Spektakulär verspricht der Blick aber dennoch zu werden – allerdings gilt: nur mit Schutzbrille die Sofi betrachten.

Wenn sich der Mond vor die Sonne schiebt: An diesem Donnerstag gibt es eine Sonnenfinsternis. Um das Spektakel sicher zu beobachten, sollten spezielle Schutzbrille getragen werden.

Fritzlar - Homberg – Wie wird das Wetter am Donnerstag? Die Antwort auf diese Frage interessiert den Homberger Volker Karger derzeit ganz besonders. Denn er hofft vor allem auf eines: „Wenig Wolken“, sagt er. Denn dann stehe einem guten Blick auf die Sonnenfinsternis nichts mehr im Wege. Seine Teleskope stehen bereits bereit, durch sie wird er am Donnerstag mit ein paar wenigen Gästen von der Dachterrasse des Piazza an der Ziegenhainer Straße von 11 bis 13 Uhr in den Himmel blicken. Genauer: zu Sonne und Mond. „Es soll schön werden“, sagt er nach einem erneuten Blick auf die Wetteraussichten erleichtert.

2015 gab zuletzt die Möglichkeit vom Schwalm-Eder-Kreis aus das Naturschauspiel zu betrachten. Auch da hatte Volker Karger sein 10-Zoll-Spiegelteleskop mit 110-facher Vergrößerung aufgebaut. Allerdings auf dem Burgberg in Homberg und mit dabei waren jede Menge Schaulustige. Überhaupt waren damals im März – unter anderem in Fritzlar, Gudensberg und Bad Zwesten – jede Menge Himmelsgucker aktiv. Schüler und Lehrer der Grundschule an den Türmen in Fritzlar hatten sich zum Beispiel auf dem Schulhof versammelt und jubelten, als sie zumindest einen kleinen Schatten vor der Sonne sahen – solche Szenen und Massenveranstaltungen wird es aufgrund der Coronaregeln bei der morgen erwarteten Sonnenfinsternis nicht geben. Dennoch: Die Vorfreude ist groß. „Eine Sofi ist ein sehr interessantes und spektakuläres Schauspiel“, sagt Karger. Und das selbst bei einer partiellen Sonnenfinsternis, bei der der Bedeckungsgrad der Sonne nicht sehr groß sei.

Bei dem rund zwei Stunden dauernden Himmelsphänomen werde sich der Neumond im Norden zu rund 20 Prozent und im Süden zu rund sechs Prozent vor den Stern im Mittelpunkt unseres Sonnensystems schieben – Karger rechnet in Homberg mit etwa 15 Prozent. Das Maximum werde zwischen 12.20 und 12.40 Uhr zu beobachten sein. Rund eine Stunde zuvor beginne der Mond sich vor die Sonne zu schieben. Volker Karger warnt davor, die partielle Finsternis, ohne Sonnenfinsternisbrille zu beobachten. „Dadurch kann man sein Augenlicht schädigen“, warnt er. Geeignete Brillen gebe es bei Optikern oder in Online-Shops.

Ärztin Katharina Plünnecke erklärt, was es mit dem Sofi-Schutz auf sich hat: „Es hat etwas mit der Empfindlichkeit des Auges gegenüber der UV-Strahlung zu tun“, sagt die Homberger Ärztin. Gerade Linse und Netzhaut könnten bei einem ungeschützten Blick auf das Phänomen am Himmel geschädigt werden. „Die Brille filtert die gefährliche Wellenlänge des UV-Lichts heraus“, erklärt sie.

Von Maja Yüce Und Christina Zapf

Dieses Bild der Sofi 2015 gelang Volker Karger.

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