950-Jahrfeier in Dissen mit Stehendem Festzug, Ausstellungen und Live-Musik

Ein Dorf feiert Geburtstag

Blick zurück: Lina und Kurt Schneider führen den Hochzeitszug an. Repro: Zerhau

Dissen. Der Gudensberger Stadtteil Dissen feiert in diesem Jahr sein 950-jähriges Bestehen. Vom 27. bis 29. Mai werde den Gästen ein abwechslungsreiches Programm geboten, verspricht Ortsvorsteher Reinald Schmidt.

Seit zwei Jahren laufen die Vorbereitungen: Der Festausschuss besteht aus 15 Männern und Frauen. Ziel war es, eine Feier mit vielen Glanzpunkten zu organisieren. Die Dorfstraße wird zur Festmeile und im Mittelpunkt stehen Musik, Tanz und gemütliches Beisammensein.

Heute Kranzniederlegung

Am heutigen Freitag wird ein Kranz niedergelegt und dann startet die Feier mit dem Kommers im Festzelt. Dort wird auch die Festschrift von Heinrich Hördemann vorgestellt. Höhepunkt wird am Sonntag der Stehende Festzug mit historischen Ausstellungen, Vorführungen und Kinderspielen sein. Mit dabei sein wird auch Michael Dippel, ein echtes Dissener Urgestein mit der Band Chip´n Steel.

Pünktlich zur 950-Jahrfeier wird auch der 8,5 Kilometer lange Sagenwanderweg eröffnet. Dieser führt von Dissen über Bußbalg, Kasseler Kreuz, Odenberg, Scharfenstein und Neuselsberg wieder zurück in den Ortskern. Der Sagenwanderweg wurde für die 950-Jahrfeier von Jürgen Preuß aus Gudensberg realisiert. Dazu werden Hinweistafeln über historische und bedeutsame Gebäude aufgestellt, eine Sage in Stein gemeißelt und eine besondere Erzählung über Dissen veröffentlicht. Treffpunkt ist um 10 Uhr am DGH. Neben den Gastgebern aus Dissen werden auch Gäste der befreundeten Orte Dissen am Teutoburger Wald und Dissen im Spreewald im Chattengau mitfeiern. Mit den beiden Orten bestehen seit der 925-Jahr-Feier enge Freundschaften.

Die Historie. 1061 wurde Dissen als Dusinum in der Grafschaft Maden zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Durch die Einrichtung einer Postroutenlinie von der Kurfürstlichen Residenz Cassel nach Fritzlar gewann Dissen im Jahre 1805 an Bedeutung. An der Postkutschenstation Dissen wurden Pferde gewechselt, Post sortiert, Reisende stiegen ein und zu. Um 1850, als die Main-Weser-Eisenbahnlinie Cassel-Frankfurt und die hessische Nordbahn in Betrieb genommen wurden, schloss die Poststation Dissen. Dass die Poststation nur einer der bedeutenden Plätze in Dissen ist, werden die Festgäste während der Jubiläumsfeier bei Ihrem Rundgang über den Stehenden Festzug bemerken.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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