Die Gemeinde Willingshausen übergibt seine DGH an Trägervereine und spart so Geld

Das Dorf ist Herr im Haus

Für das Zellaer Dorfgemeinschaftshaus ist der Verbund Zellaer Vereine verantwortlich. Vorsitzender Walter Friedrich ist von dem Konzept überzeugt. Foto: Grede

Willingshausen. Dorfgemeinschaftshäuser sind die Begegnungsstätten des dörflichen Lebens, finanziell sind sie den Kommunen allerdings häufig ein Klotz am Bein. Die Gemeinde Willingshausen geht mit ihren Häusern neue Wege. Die Antreffgemeinde entwickelte spezielle Betreibermodelle und ist auf dem Weg, die Organisation ihrer Begegnungsstätten an die Dorfgemeinschaften zu übergeben. Unterstützt werden die Betreibervereine lediglich mit einem jährlichen Zuschuss von 4000 Euro.

Die ungedeckten Kosten des Zellaer Dorfgemeinschaftshaus seien vor der Übernahme durch den Verbund der Zellaer Vereine dreimal so hoch gewesen wie jetzt der jährliche Zuschuss, sagt Verbundsvorsitzender Walter Friedrich. Das Dorfgemeinschaftshaus in dem Willingshäuser Ortsteil betreibt der Vereinsverbund seit fünf Jahren in Eigenregie. In dem Verbund sind zwölf Vereine zusammengefasst. Nach Angaben des Vorsitzenden beschäftigt der Verbund für das DGH einen Hausmeister und eine Raumpflegerin. Von Schönheitsreparaturen bis hin zur Vermietung für Veranstaltungen wird alles in Eigenregie koordiniert. Werde ein Plus erwirtschaftet, erklärt Friedrich, werde das Geld sogleich wieder in das Haus investiert. So habe der Vereinsverbund erst kürzlich eine neue Spülmaschine für den Thekenbereich und einen Telerwärmer für die Küche anschaffen können.

Ein Konzept, das für Willingshausen aufzugehen scheint. Bürgermeister Heinrich Vesper zählt einige der Vorzüge auf: Die DGH sind durch die Eigenverantwortlichkeit der Dorfgemeinschaften in gutem Pflegezustand, optimal ausgelastet und die Energiekosten sind gesunken. Vesper: „Das ist unser Beitrag für das Haushaltssicherungskonzept.“ Artikel unten

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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