Gerhard Schmoll dreht seinen zweiten Film über Kehrenbach

Ein Dorf in Kinoqualität

Die etwas anderen Filmstars: Elisabeth Hildebrand (105) und Anneliese Schmoll (84) schwelgen für den zweiten Kehrenbach-Film von Gerhard Schmoll in Erinnerungen. Foto: privat

Kehrenbach. Zwei Seniorinnen sitzen am Naturdenkmal „Dicke Eiche“ in Kehrenbach. Im Tal unter ihnen liegt ihr Heimatdorf. Die 105-jährige Elisabeth Hildebrand und die 84 Jahre alte Anneliese Schmoll schauen sich alte Fotos an und schwelgen in Erinnerungen.

So sieht eine Szene aus dem zweiten Kehrenbach-Film von Gerhard Schmoll aus. Der erste Film des versierten und begeisterten Filmemachers aus Kehrenbach wurde vor zwei Jahren, bei der 800-Jahr-Feier des Ortes, uraufgeführt und mit viel Applaus belohnt.

„Der neue Film ist eine Fortsetzung“, sagt Schmoll. Das Drehbuch ist fertiggestellt und rund zehn Stunden Filmmaterial hat er bereits gesammelt. Am Ende soll daraus ein anderthalb Stunden langer Film mit Szenen aus dem Kehrenbacher Dorfalltag und der Landschaft um Kehrenbach werden. Aber auch besondere Momente wie das Dorfjubiläum, ein Auftritt der Kehrenbacher Theatergruppe oder der Jagdbläser in der Kirche finden im Film einen Platz. Durch die Digitalisierung von alten Super-8-Filmen schlägt Schmoll eine Brücke vom Gestern zum Heute seines Heimatdorfs.

Ein Lied und seine Rolle

Für seinen ersten Film charterte Schmoll sogar ein Sportflugzeug, um Luftaufnahmen von Kehrenbach zu machen. Für seinen neuen Film hat er eigens ein Lied umgeschrieben. Das „Kehrenbach-Lied“ wird im Film eine wichtige Rolle spielen und an mehreren Stellen zu hören sein. Noch in nächster Zeit wird der „Hobby-Männerchor“ der Alten Herren das Lied im Studio aufnehmen.

Die Bildqualität seines Kehrenbach-Films ist nach Angaben von Schmoll so gut, dass der Film ohne Probleme auf einer vier Meter großen Leinwand gezeigt werden kann. Bis es jedoch soweit ist, wird noch ein wenig Zeit vergehen. „Die Filmaufnahmen und das Schneiden werden noch zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen“, schätzt Gerhard Schmoll.

Neben dem zweiten Film über sein Heimatdorf arbeitet Schmoll nach eigenen Angaben in seiner Freizeit an zwölf weiteren Filmprojekten. Eines davon ist zum Thema „Wild und Natur“, und entsteht in Zusammenarbeit mit Jägern und dem Melsunger Forstamt. Die ersten sehenswerten Wildaufnahmen sind bereits im Kasten. „Gezeigt werden sollen Szenen, die der normale Bürger so nicht zu sehen bekommt“, sagt Schmoll. Dazu gehören: Hirsche bei der Brunft, die Wiederaufforstung nach dem Sturm Kyrill und fliegende Schwäne über der Fulda.

Quelle: HNA

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