Eubacher fordern gute Reifenwaschanlage bei zweitem Steinbruch

Ein Dorf will weniger Dreck

Eubach. Kalkschotter will ein Morschener Unternehmen in einem Steinbruch auf dem Kreuzberg bei Eubach abbauen. Mit diesem Antrag hat sich der Ortsbeirat in seiner jüngsten Sitzung befasst und eine Reihe von Forderungen gestellt.

Ziel des Pakets: Eubach soll so gering wie möglich durch den Abbruch belastet werden.

Schon jetzt baut das Unternehmen Kalkschotter in der Gemarkung Eubach ab, mit der Erschließung der zweiten Abbruchstelle soll ein nahtloser Übergang geschaffen werden, wenn der aktuelle Bruch ausgebeutet ist. Euphorisch wurde der Antrag nicht aufgenommen: „Wir haben den Dreck und den Lärm“, beklagte etwa Gemeindevertreter Roland Schönlau. Der Morschener Ortsteil werde nicht attraktiver, wenn etwa von einer Seite Windkraftanlagen zu sehen sein werden (siehe HNA vom Freitag) und dann noch vermehrt Lastwagen durch das dort führen und ihren Dreck verlören.

Dr. Jürgen Martens regte an, dass die Lastwagen langsamer durch das Dorf fahren müssten. Das könne man eventuell durch eine stationäre Geschwindigkeitsanzeige und mehr Kontrollen erreichen. Diesen Optimismus teilt Bürgermeister Herbert Wohlgemuth nicht: „So ein Anzeigegerät therapiert nicht dauerhaft“, meinte er, der auch nicht „glücklich mit der Rennstrecke“ ist.

Die Eubacher fordern nun
• eine gut funktionierende Reifenwaschanlage an der Abbruchstelle und regelmäßige Straßenreinigung,
• eine bituminöse Befestigung der Zufahrt zur Abbruchstelle,
• einen Betriebsplan für den kalkschotterbruch,
• einen Ausgleich für die Jagdgenossenschaft für deren zu erwartende Pachtminderung, • die Positionierung des Steinbrechers an einer lärmgeschützten Stelle des neuen Bruchs.

Die Umwelt- und Naturschutzkomponente war für einige Zuhörer zu gering berücksichtigt in diesem Bauantrag: Obwohl das Gelände zu einem sogenannten FFH (Flore, Fauna, Habitat)-Gebiet gehöre, seien offenbar keine Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen, wurde kritisiert. Für diese Frage sind jedoch weder Ortsbeirat noch Gemeindevertretung zuständig, sie gehört zum Bereich der unteren Naturschutzbehörde. (sis)

Quelle: HNA

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