Einsatz soll helfen, Kosten zu sparen 

Dorfbewohner renovieren Dorfgemeinschaftshaus in Beuern 

+
Fleißige Helfer in Aktion: Erika Carstensen-Bretheuer, Harald Wesich, Mario Queckbörner, Andreas Wicke und Horst Ackermann – von links – bei Malerarbeiten in der Küche des Dorfgemeinschaftshauses. Nicht auf dem Bild sind Tatjana Queckbörner, Werner Wacker, Norbert Hanse und Kurt Riese.   

Beuern. In Eigenregie renovieren Freiwillige das Dorfgemeinschaftshaus (DGH) im Felsberger Stadtteil Beuern. 

Alle fünf Mitglieder des Ortsbeirates sowie vier weitere Einwohner packen mit an. Seit Oktober haben bereits drei Arbeitseinsätze stattgefunden. Mehrere sind bis zum Frühjahr geplant. „Wenn weiterhin alles gut läuft, wird jeder an die 100 Stunden Eigenleistung einbringen”, sagt Ortsvorsteherin Erika Carstensen-Bretheuer.

Im März 1981 war das DGH eingeweiht worden. Gebaut worden war es vor allem Dank der Initiative von Karl-Ernst Brassat, dem Gründer und langjährigen Vorsitzenden des Sportvereins Beuern. 1970 gegründet, war dieser Verein mit einst 300 Mitgliedern vor allem im Tischtennissport auf Kreis- und Bezirksebene sehr erfolgreich. Der Verein hat sich Ende 2017 aufgelöst – die HNA berichtete. Singkreis und die Dorfgemeinschaft Beuern Hand in Hand sind im 220-Einwohner-Dorf jetzt noch aktiv. Auch der Schützenverein existiert nicht mehr.

Was wird aus dem DGH, dem alten und neuen Feuerwehr- sowie dem Schützenhaus? Seit 2012 wird laut Ortsvorsteherin darüber diskutiert. Die Feuerwehr hat jetzt – zusammen mit Helmshausen und Hesserode – in Hilgershausen ihren Sitz. Die Gebäude abreißen und ein neues bauen – das war eine der Überlegungen. „Das DGH entspricht nicht mehr unseren heutigen Bedürfnissen,” sagt Erika Carstensen-Bretheuer. Nach langem Hin und Her hätten sich Ortsbeirat und Bürger geeinigt: Das DGH bleibt, die Stadt verkauft die Feuerwehrhäuser, die Dorfgemeinschaft das Schützenhaus.

Im DGH sind die Fenster kaputt, die Dachrinne läuft über, und es müsse umgebaut werden, betont die Ortsvorsteherin. Der große Saal soll eine Trennwand bekommen, damit ihn auch kleinere Gruppen nutzen können. Der Thekenraum wird Stuhllager, und auch die Toiletten müssen renoviert werden.

Durch den Umbau werde auch Lagerraum geschaffen für die Gegenstände, die sich jetzt noch im alten Feuerwehrhaus befinden. Es sei die Idee des Ortsbeirates gewesen, die Schönheitsreparaturen selbst auszuführen. Die fleißigen Helfer haben bereits Wände, Decken, Einbauschrank und Regale gestrichen, die Wasserhähne ausgewechselt und die alten Boiler abgebaut. Die engagierte Ortsvorsteherin: „Wir packen selbst mit an, damit unser Dorfgemeinschaftshaus weiter nutzbar und schön ist, und weil wir der Stadt Kosten sparen wollen.“ 

Vor allem im Zusammenhang mit dem DGH fordert der Ortsbeirat Beuern Korrekturen zum Haushaltsplan 2018 der Stadt Felsberg. Im Etat-Entwurf des Magistrats seien für 2018 keine Erlöse für den Verkauf der beiden Feuerwehrhäuser und kein Geld für die Umgestaltung und Renovierung des DGH veranschlagt. Lediglich der unerlässliche Umbau der Dachrinne sei enthalten, sagte Ortsvorsteherin Erika Carstensen-Bretheuer. Der Ortsbeirat hat die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung aufgefordert, den Entwurf entsprechend zu korrigieren. Der Ortsbeirat fordert auch, bei der Auswahl der Käufer der öffentlichen Gebäude beteiligt zu werden.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.