Landkreis Kassel erhielt zwei Millionen Euro Zuschüsse

Dorferneuerung im Kreis Kassel: 83 Projekte 2016 realisiert

Wolfhagen. Bei der Dorf- und Regionalentwicklung im Landkreis Kassel konnten im vergangenen Jahr durch 2,2 Millionen Euro Fördermittel Projekte im Gesamtwert von 7,2 Millionen Euro angestoßen werden.

2015 gab es 2,0 Millionen Euro Zuschüssen, die für einen Umsatz von 7,86 Millionen Euro sorgten. Der Rückgang hat nach Auskunft von Landrat Uwe Schmidt (SPD) mit dem europäischen Regionalförderprogramm LEADER zu tun. 2015 seien erhebliche Zuschüsse von 1,5 Millionen Euro in den Landkreis geflossen, im Jahr 2016 habe der Zuschuss deshalb nur bei 330.000 Euro gelegen. Im Bereich der Dorferneuerung konnten 68 private Projekte im vergangenen Jahr umgesetzt werden. Dabei ging es nach Auskunft von Peter Nissen, Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung, vor allem um die Schaffung von Wohnraum. Auch die Sanierung des Gemeindehauses und der Kirche in Balhorn zählten dazu.

Zu 15 kommunalen Projekten gehörten beispielsweise die Umgestaltung des Bachtroges in der Gemeinde Söhrewald und die Neugestaltung des Elbauenweges in Naumburg.

Bei den insgesamt neun LEADER-Förderprojekten standen Tourismusförderung und die Schaffung von Arbeitsplätzen im Vordergrund. „In Helsa wurde eine Bildungsstätte für Umweltschutz im Klimakraftwerk Helsa gefördert und in Schauenburg-Elgershausen der Umbau eines historischen Fachwerkhaus zu Ferienwohnungen“, so Nissen.

Seit 2012 werden nur noch ganze Kommunen statt einzelner Orte ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen und seit dem Jahr 2016 erstmals keine neue Kommune aus dem Kreis anerkannt. Das hängt laut Hessischem Umweltministerium mit den zur Verfügung stehenden Finanzmitteln zusammen. In diesem Jahr hofft Oberweser als Förderkommune ins Programm aufgenommen zu werden.

Hintergrund: Fördermittel aus zwei Programmen

Der Landkreis Kassel erhält zum einen Fördermittel über das Dorfentwicklungsprogramm, in dem einzelne Kommunen aufgenommen werden und zum anderen aus dem LEADER-Programm, bei dem es um Regionalentwicklung im gesamten Landkreis geht. Aktuell sind folgende Kommunen im Dorferneuerungsprogramm: Bad Emstal-Balhorn (bis 2018), Breuna (bis 2023), Grebenstein-Burguffeln (bis 2017), Helsa und Nieste (bis 2021) Liebenau (bis 2022), Naumburg-Kernstadt und Altendorf (bis 2018), Söhrewald-Wellerode (bis 2017), Trendelburg (bis 2020). Fuldatal-Simmershausen und Wenigenhasungen waren noch bis Ende 2016 dabei.

Quelle: HNA

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