Laufzeit des Programms für Stadtteil um zwei Jahre gekürzt

Dorferneuerung: Letzte Chance für Gasterfeld

Wolfhagen. Die Laufzeit für die Dorferneuerung im kleinen Wolfhager Stadtteil Gasterfeld ist um zwei Jahre verkürzt worden und endet nun im Jahr 2015 statt wie geplant 2017. Mit dem Beschluss der Stadtverordneten machten die Politiker den Weg frei für andere Kommunen im Landkreis, in den Genuss der Förderung zu kommen. Querelen im Hintergrund wie der Rücktritt der Führungsriege des Arbeitskreises Dorferneuerung dürften bei der Entscheidung auch eine Rolle gespielt haben.

Bürgermeister Reinhard Schaake sagte, dass man nun die letzte Chance ergreifen müsse und warb um Unterstützung aus dem Stadtteil. Während gerade zu Beginn der Dorferneuerung die Einwohner in Gasterfeld besonders im privaten Bereich engagiert gewesen seien und viele geförderte Projekte umgesetzt hätten, habe das Engagement inzwischen merklich nachgelassen.

Dies bestätigt auch Ortsvorsteherin Manuela Matthes. Sie sagt, dass es viele tolle Ideen im Ort gäbe, sobald es jedoch um die Umsetzung ginge, werde es häufig schwierig. Doch die Ortsvorsteherin sieht in der Verkürzung auch eine Chance, die „Dorferneuerung neu ins Leben zu rufen.“ Sie sei in den Prozess der Verkürzung eingebunden gewesen, auch im Ortsbeirat wurde die Entscheidung diskutiert und letztlich abgesegnet. Auch der Arbeitskreis hat die Verkürzung befürwortet - unter der Voraussetzung, die Grillhütte zu einem Raum für die Dorfgemeinschaft zu machen.

Dies sei auch das wichtigste Projekt, sagt Matthes, da man keinen Treffpunkt im gesamten Ort habe. Sitzungen des Ortsbeirates mussten früher in der ungeheizten Holzhütte stattfinden. Nun könne man zumindest einen Raum der Herwig-Blankertz-Schule in der Pommernanlage nutzen, allerdings ohne Küche. Die Ortsvorsteherin ruft alle Gasterfelder auf, sich nochmals zu engagieren.

Von Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

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