Endlich geht es voran

Dorfgemeinschaftshaus Niedervorschütz soll nach Sanierung im August wieder öffnen

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Baustelle im großen Saal: Güner Idaid (vorne), Ömer Süer und Samet Tahsin sind damit beschäftigt, neue Deckenplatten anzubringen.

Niedervorschütz. Seit einem Jahr ist das Dorfgemeinschaftshaus in Niedervorschütz wegen Schimmelbefalls geschlossen. Doch inzwischen sind die Renovierungsarbeiten in vollem Gange und die Räume sollen ab Mitte August wieder nutzbar sein, kündigt Uwe Freudenstein vom Felsberger Bauamt an.

Das wird aus Sicht der Niedervorschützer auch Zeit. Denn das DGH ist ihr einziger Versammlungsraum und vor allem für die Vereine ein wichtiger Treffpunkt. "Ich werde wöchentlich gefragt, wie der Stand der Dinge ist", erzählt Ortsvorsteherin Isolde Winklhöfer.

Seit einem Jahr geschlossen 

In Niedervorschütz hat es für Unmut gesorgt, dass sich die Schließung des Dorfgemeinschaftshauses so lange hinzieht. Denn mit dem Entfernen des Schimmels ist es nicht getan: Im Zuge der Renovierung werden im großen Saal die Decken und der Fußboden erneuert, die Heizkörper ausgetauscht und die früheren Heizungsnischen unter den Fenstern zugemauert. Im Vereinsraum werden die Fenster ausgetauscht, und im ganzen Gebäude wird die Elektroinstallation erneuert. Insgesamt 120.000 Euro investiert die Stadt Felsberg in diesem Jahr ins DGH Niedervorschütz.

"Wir wollten, dass das gemacht wird, was nötig ist und jetzt wird nahezu alles gemacht, was möglich ist", sagt der Vorsitzende der Niedervorschützer Vereinsgemeinschaft Günter Clobes.

Es sei aber immer noch besser, nun alles in einem Rutsch zu machen, als bald die nächste Baustelle aufmachen zu müssen, sagt Bürgermeister Volker Steinmetz.

Auch hier gibt es noch viel zu tun: Ortsvorsteherin Isolde Winklhöfer in einem der Räume, den die Niedervorschützer in Eigenleistung neu tapezieren oder streichen werden.

Durch die Bauarbeiten wird es im DGH aber auch einige Verbesserungen geben, sagt Uwe Freudenstein. So werden im großen Saal nun Akustikdecken eingesetzt, die den Schall nicht reflektieren. Das sorge für eine angenehmere Geräuschkulisse, auch wenn der Raum voller Menschen sei. Die Notausgänge sollen künftig beleuchtet sein, um die Sicherheit zu erhöhen.

Vereine packen mit an

"Die eigentlichen Bauarbeiten werden wohl Ende Juli abgeschlossen sein", sagt Freudenstein, "dann geht s ans Saubermachen." Darum werden sich die Niedervorschützer selbst kümmern. Die Mitglieder der Vereinsgemeinschaft wollen auch den Vereins- und den Geräteraum eigenhändig neu tapezieren oder streichen, sagt Vorsitzender Clobes, und ergänzt: "Jetzt herrscht positives Denken vor: Es geht endlich voran."

In Eigenleistung haben die Niedervorschützer auch schon den Boden und die Vorderwand der Bühne im Veranstaltungssaal erneuert und die Lautsprecherkabel verlegt.

Im August müsse das DGH unbedingt wieder nutzbar sein, sagt Clobes denn dann gehe der Betrieb bei den Sportvereinen wieder richtig los.

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

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