Kostensteigerung um rund 30.000 Euro

Dorfgemeinschaftshaus in Wahlshausen wird teurer als geplant 

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Kosten haben sich erhöht: Mit etwa 30.000 Euro mehr rechnet die Gemeinde Oberaula beim Neubau des Dorfgemeinschaftshauses in Wahlshausen. Darüber beraten die Gemeindevertreter am kommenden Montag.

Wahlshausen. Der Neubau des Dorfgemeinschaftshauses in Wahlshausen wird teurer: Das bestätigte Bürgermeister Klaus Wagner. Die Baukosten liegen um 30.800 Euro höher als im Jahr 2013 veranschlagt.

Welche Posten die Rechnung in die Höhe getrieben haben, wird aktuell geprüft. "Hinzugekommen sind unter anderem Kosten der Außenanlage und bei der Heizungsanlage sowie die allgemeinen Steigerungsraten bei Neubauten", erklärt Wagner. Am kommenden Montag werden sich damit die Gemeindevertreter beschäftigen.

Dorfgemeinschaftshaus soll Mai 2018 eröffnet werden

Mit der Inbetriebnahme des Hauses rechnet Wagner Mitte Mai. Dabei sind die Wahlshäuser quasi Vorreiter, was die künftige Trägerschaft angeht. Bis Ende 2018 sollen alle Dorfgemeinschaftshäuser von privaten Trägern betreut werden. Seit Längerem laufen Gespräche mit den Ortsvorstehern. "Die Idee ist zunächst nicht überall auf Begeisterung gestoßen", erklärt der Bürgermeister. Doch mittlerweile sei das Echo überwiegend positiv.

Von der Privatisierung verspricht sich die Gemeinde eine Entlastung bei der Verwaltung und eine Kostenersparnis. Wagner rechnet mit einer fünfstelligen Summe, wenn Vermietung, Reinigung, Hausmeister und Abrechnung nicht mehr von der Verwaltung organisiert würden.

Die Wahlshäuser sind in Sachen Eigenregie gut aufgestellt: Der Heimatverein übernahm die Trägerschaft der Alten Schule. Jetzt soll sich für das DGH ein neuer Verein gründen. Geplant ist laut Wagner eine Sitzung für den 21. Februar. In die Alte Schule im Ortskern – seinerzeit ein Projekt der Dorfentwicklung und Haus der Generationen – haben sich die Wahlshäuser mit tausenden Arbeitsstunden eingebracht. 

Auch in den Neubau des Dorfgemeinschaftshauses sei viel ehrenamtliche Arbeit geflossen, erklärt der Bürgermeister. "Was den Wahlshäusern fehlte, war ein großer Saal. Und den bekommen sie jetzt. Es ist ein Haus für das Dorf und vom Dorf." Das an selber Stelle vormals errichtete DGH sei vollkommen marode gewesen und habe nur noch abgerissen werden können.

Neues Dorfgemeinschaftshaus hat 100 Sitzplätze

Das neue Haus bietet eine Fläche für 100 Sitzplätze. Besteck und Bestuhlung stammen aus dem vorherigen Treffpunkt. Neu angeschafft werden müssen laut Wagner noch Küche, Kühlzelle, Bepflanzung und Spülmaschine. Das Geld soll im Vorgriff auf den Haushaltsplan zur Verfügung gestellt werden – damit der Bau zeitnah fertiggestellt werden kann.

Kostendeckend wird der Betrieb der Dorfgemeinschaftshäuser auch trotz privater Trägerschaft nicht sein. In Zukunft sollen die Vereine einen Zuschuss der Gemeinde erhalten.

Veranschlagt worden waren im Jahr 2013 Kosten für den Neubau von 460.000 Euro. Davon sollten Eigenleistungen in Höhe von 48.500 Euro erbracht werden. Der Förderbescheid der Regionalentwicklung belief sich auf 246.743 Euro, der Eigenanteil der Gemeinde auf 164.757 Euro.

Quelle: HNA

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