Wolfershäuser starteten beispielhaftes Projekt, um Infrastruktur im Dorf zu verbessern

Wolfershausen: Dorfladen ging in Betrieb

Andrang: Die Kassiererin Birgit Wagner und rechts ihre Kolleginnen Carmen Bochum und Ute Färber hatten am Samstag alle Hände voll zu tun, von links Investor Erhard Umbach, Joachim Dittmer und Kundin Gisela Erhardt. Foto: Lache-Elsen/zal

Wolfershausen . Großer Bahnhof herrschte am Samstag in der Hauptstraße in Wolfershausen. Zur Eröffnung des Dorfladens, einer Non-Profit-Initiative der Dorfgemeinschaft, drängten sich Besucher in dem beispielhaften Laden mit einem ausgesuchten Waren-Sortiment und dem angeschlossenen Bistro.

Die Gesanggruppe sang ein Lied, das das Dorf auszeichnet: „Mä sin die Wolferschüsser“ - wir sind die Wolfershäuser. „Das Besondere an dem Ort ist, dass sich hier viele Auswärtige heimisch fühlen“, erzählte Joachim Dittmer, von Beruf Rechtsanwalt, im Ehrenamt 1. Vorsitzender des Vereins Dorfladen Wolfershausen.

Seit Jahren schon gab es im Felsberger Ortsteil Wolfershausen keinen Dorfladen mehr. Den Schwung, den die Dorfgemeinschaft für ihr 950-Jahr-Jubiläum im Juni diesen Jahres entwickelte, reichte, um das beispielhafte Projekt Dorfladen auf den Weg zu bringen.

„Die Menschen leben gerne hier“, sagte Dittmer über das 840 Seelen-Dorf. Das DGH ist immer ausgebucht, Wolfershausen hat ein großes Baugebiet. Einen Dorfladen brauchte es, um die Lebendigkeit und auch die Grundstückswerte zu erhalten, und mit Blick auf die demografische Entwicklung. Ein Tante Emma-Laden sollte es nicht werden, „wir wollten was Modernes machen“.

Träger des Ladens unter der Leitung von Ortsvorsteher Jochen Hammerschick ist der Verein Dorfladen Wolfershausen. 150 Mitglieder haben Einlagen zwischen 200 und 250 Euro gemacht. Der Investor Erhard Umbach, ein Wolfershäuser Unternehmer, finanzierte und verpachtet ihnen das Gebäude mit 350 Quadratmetern Fläche für Laden und Bistro. Alleine das Gebäude in der Neuenbrunslarer Straße schlug laut Dittmer mit 400 000 Euro zu Buche.

Die Einnahmen müssen die Kosten für die Vollzeit- und neun Teilzeitkräfte, Pacht und eine kleine Rücklage abdecken, „mehr brauchen wir nicht“. Das Projekt sei nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet. „Das können wir in die Preise stecken“, erklärte Dittmar die Idee der Konkurrenzfähigkeit. Vieles ist anders als üblich: Billigprodukte stehen neben Markenwaren, großes Augenmerk liegt auf regionalen Produkten.

Vorab gab es einen virtuellen Testlauf, bei dem Wolferhäuser notierten, was sie sich im Angebot zusätzlich wünschten. (alx)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare