Balhorner reichen Ideen für Förderung aus Dorferneuerungsprogramm ein

Von Dorfplatz bis Chronik

Balhorn. Wünsche für 900 000 Euro haben die Balhorner zusammengetragen. Die möchten sie mit Hilfe der Fördermittel aus dem Dorferneuerungsprogramm realisieren. Das ist zumindest das, was nach der letzten Abstimmung und Koordination vor wenigen Tagen von den Vorschlägen der Bürger blieb, die sie vorher mittels Fragebogen und in Arbeitsgruppen (zu Infrastruktur, Ökologie, Ortsbildgestaltung) erarbeitet hatten.

Die Abgrenzung des Fördergebietes steht weitgehend fest. Peter Nissen, Leiter des Amtes für die ländliche Entwicklung, wird einer von denen sein, die das Konzept der Balhorner im Juni beim Controlling-Termin bei der Wirtschaftsbank Hessen (Wi-Bank) vorstellen und vertreten. Die Bank steht in dem Verfahren für das Land Hessen und wickelt den Fördergeldverkehr ab. Dafür muss jetzt noch der Organisationsplan für die Dorferneuerung in den nächsten acht Jahren genau erarbeitet werden.

Viel Arbeit geleistet

„Die Balhorner haben sich viel Arbeit gemacht und sich tiefgreifend mit der Situation in ihrem Ort befasst“, sagte Peter Nissen und lobte auch den beauftragten Planer Karl Scheili für die gute Vorbereitung des Aktionsprogrammes. Von den circa 20 Projekten sollen viele in die Dorferneuerung aufgenommen werden. Die Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses soll optimiert, der Dorfplatz als zentrales Projekt neu gestaltet werden.

Werbeplattform im Netz

Ein zentraler Kinderspielplatz ist ebenso geplant wie eine gemeinsame Werbeplattform von Gemeinde und Gewerbetreibenden im Internet, die Beschaffung von historischen Kartenkopien für die Dorfchronik, eine Dorfbegrünung, eine einheitliche Beschilderung im Ort sowie die teilweise Renaturierung der Spohle.

„Die 900 000 Euro werden wir nicht bekommen, denn viele Vorhaben müssen noch mit anderen Behörden abgestimmt werden“, antwortete Nissen auf die Frage, mit welchem Erfolg er rechne. Die Wünsche und Inhalte der Bürger hätten großes Gewicht, für manche Projekte würden die Wertigkeiten bei den Landesbehörden aber anders gesetzt. Nissen rechnet aber mit einem Betrag zwischen 700 000 und 900 000 Euro.

Weitere Projekte müssten auf andere Weise finanziert werden. Dazu gehören der gewünschte Lückenschluss in der Baumallee zwischen Balhorn und Martinhagen, um den sich der Kulturverein kümmern will.

Gemeinde und Förderverein werden sich gemeinsam um die erforderlichen Maßnahmen im Schwimmbad bemühen. „Das ist wichtig für Balhorn, liegt aber außerhalb des Dorferneuerungs-Gebietes“, sagte Bürgermeister Ralf Pfeiffer. Es gebe jetzt für den ganzen Ort einen Entwurf für die Entwicklung in den nächsten Jahren, aber „es wird weiter diskutiert“. Dazu gehöre auch das Verkehrskonzept, dessen Ziel die Verminderung des Durchgangsverkehres und damit eine Verkehrsberuhigung im Dorf sei. (pcj)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare