Dr. Markus Balli aus Fritzlar berichtet von seinem Einsatz in Uganda  

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Im Einsatz: Der Fritzlarer Arzt Dr. Markus Balli hat zwei Wochen in Uganda gearbeitet.

Fritzlar. Die Krankenschwestern und Pfleger in Uganda brauchen keinen Arzt aus Deutschland, der impft und Verbände wechselt. Sie brauchen jemanden, der sich für sie einsetzt und in der Heimat für Unterstützung wirbt.

„Sie brauchen einen Multiplikator“, ist Dr. Markus Balli überzeugt. Der Fritzlarer Arzt möchte solch ein Multiplikator sein. Er berichtet am Mittwoch, 25. April, in einem Bildervortrag über seinen Einsatz in dem afrikanischen Land. Beginn beim Kinderhilfswerk Global Care, Gebrüder-Seibel-Ring 23, in Fritzlar ist um 19.30 Uhr.

Balli war mit dem Kinderhilfswerk zwei Wochen vor Ort. Er hat sich vier Krankenstationen angesehen. Die sind vergleichbar mit einer Praxis samt angeschlossener Apotheke. Der 46-Jährige war beeindruckt von der Arbeit. Die Behandlung von HIV und Malaria habe sich sehr gut entwickelt. Besonders erfreulich: Die Zahl der HIV-Erkrankungen sei in Uganda rückläufig. Das liege an der guten Aufklärung.

Gut ist laut Balli auch die Ausstattung der Apotheken. So stellt etwa die Regierung in Uganda Impfstoff zur Verfügung. Der lagert in einem Kühlschrank – eigentlich optimale Bedingungen. Doch bei den häufigen Stromausfällen gibt es Probleme. Immer wieder wird dadurch Impfstoff unbrauchbar. Für die Krankenstation in Mawinga hat der Fritzlarer aus Spenden einen Sonnenkollektor gekauft. Der versorgt den Kühlschrank rund um die Uhr mit Strom.

Für Markus Balli gab es einen besonderen Moment auf der Reise: Zum ersten Mal hat er seine beiden Patenkinder getroffen. Es sei schön, zu sehen, was aus ihnen geworden ist, sagte Balli. Er unterstützt die beiden seit 15 Jahren – „und auf einmal stehen sie als Erwachsene vor dir“.

Robert hat eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker absolviert. Aus den Spenden, die Dr. Balli vor seiner Reise gesammelt hat, hat er einen Kfz-Koffer erhalten. „Jetzt kann er als Mechaniker arbeiten, das ist super“, freut sich der Mediziner. Auch seinem zweiten Patenkind geht es gut. Sie hat eine Ausbildung zur Verkäuferin abgeschlossen. Jetzt möchte sie einen Lebensmittelladen eröffnen. Dr. Balli fördert die Gründung mit 100 Euro.

Zurück in Fritzlar wirbt Markus Balli weiter um Unterstützung. Als Multiplikator möchte er Spenden sammeln und verspricht, dass das Geld genau dort ankommt, wo es benötigt wird. „Ich verbürge mich dafür“, sagt Balli, für den eines feststeht: In zwei Jahren wird er definitiv wieder nach Uganda reisen.

Spendenkonto: KSK Schwalm-Eder, IBAN: DE16 5205 2154 0120 0001 20, BIC: HELADEF1MEG.

Quelle: HNA

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