Drahtseilakt am Silbersee: Neuer Kletterpark ist eröffnet

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Nach eineinhalb Jahren Planung fertig: Parkleiter Olaf Rüttgers hilft Nicole Thönnessen (6) beim Anlegen des Gurtes (links). Dann gehts gemeinsam mit Papa Guido und Mama Anja in den Parcours. Gerade wird noch ein Kletterangebot für Kinder unter 1,20 Meter gebaut. Ist alles fertig, hat die Familie Rüttgers 250.000 Euro in die Anlage am Silbersee investiert.

Frielendorf. Eineinhalb Jahre haben die Planungen gedauert, acht Wochen die Montage – seit Ostern ist der Kletterpark am Frielendorfer Silbersee in Betrieb. Entstanden ist ein imposantes Labyrinth aus Seilen, Brücken, Netzen, Reifen, einem Tunnel und einer Kletterwand.

Die vier Parcours unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade verteilen sich auf Höhen zwischen 3,50 und 9,50 Meter. Es gibt 24 Kletterelemente und vier Seilrutschen.

Erwachsene und Kinder ab 1,20 Meter Körpergröße können künftig am Silbersee Höhenluft schnuppern. Auch Familie Thönnenssen aus der Eifel stellt ihre Kletterkünste unter Beweis: Papa Guido, Mama Anja und Töchterchen Nicole (6) lassen sich von Parkleiter und Trainer Olaf Rüttgers in die Geheimnisse des Sports einweihen. Die dreijährige Nadine schaut den Dreien vom Boden aus fasziniert beim Hangeln, Balancieren und Kraxeln zu.

„Gesichert ist jeder durch ein so genanntes Durchlaufsicherungssystem“, erklärt Rüttgers. Das durchlaufende Stahlseil ist ein relativ neues System, bei der der Teilnehmer, wenn er einmal in das Stahlseil eingefädelt ist, nicht mehr umklinken muss. „Großer Vorteil ist die durchlaufende Führungsschiene um den Baumstamm beziehungsweise Mast. Sie lenkt das Sicherungsgerät um die Kurve und auf das anschließende Sicherungsseil“, erklärt der Trainer.

Jeder Parcours teilt sich in Stationen, die zugegebenermaßen von unten unspektakulärer aussehen als sie tatsächlich sind. Ausgestattet mit Helm und Klettergurt wagt Nicole als erste den wackeligen Drahtseilakt. „Kinder sind beim Kletter wesentlich intuitiver. Erwachsene denken manchmal zu lange nach“, hat Olaf Rüttgers die Erfahrung gemacht. Die Sechsjährige schaut tatsächlich weder so skeptisch wie Mama Anja, noch testet sie wie der Papa zunächst die Beschaffenheit des Seils: Nicole läuft einfach los. Ganz selbstverständlich setzt sie Fuß vor Fuß, schaut nicht nach unten, nicht zurück.

Neuer Kletterpark in Frielendorf eröffnet

Auf der Hängebrücke, zwischen der so mancher Tritt einfach fehlt, macht sie mutige, große Schritte – behält aber sicher die Balance. „Ich hätte nie gedacht, dass sie sich das traut“, sagt Anja Thönnessen später. Richtig spannend und spektakulär wird es für ihren Mann. Der wagt sich auf 7,50 Meter. Die dreijährige Nadine beruhigt den Papa: „Ich fang dich auf, wenn du fällst.“

Das Sicherungssystem federt jedoch jeden Fehltritt ab, denn das Seil ist kurz. 30 bis 40 Zentimeter Spiel – und schon hängt man straff im Gurt. Bis zu 30 Personen können gleichzeitig im Park die Plattformen erklimmen. Gruppen sollten sich vorher anmelden. Empfohlen werden sportliche Kleidung und festes Schuhwerk. Familie Thönnessen ist sich nach der Premniere sicher: „Wir kommen wieder.“

Quelle: HNA

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