Landgericht: Urteil im Prozess um Raubüberfall

Drei Angeklagte müssen in Haft

Kassel. Mit Freiheitsstrafen und einer Bewährungsstrafe endete am Freitag der Prozess um den Überfall in Felsberg-Niedervorschütz. Drei der vier Angeklagten hatten gestanden, diesen Überfall 2011 begangen zu haben.

Und: Zwei aus diesem Trio und der vierte Angeklagte gaben zu, den Überfall in Homberg geplant zu haben.

Als Haupttäter bezeichnete Richter Jürgen Stanoschek einen 26-Jährigen. Drogen- und spielsüchtig, waren seine Schulden ins Unermessliche gestiegen. Um die Probleme zu lösen, überredete er den 23-Jährigen zu dem Überfall, der 22-Jährige komplettierte das Trio. Sie klingelten bei dem Maurermeister unter dem Vorwand, eine Pizza liefern zu wollen. In der Wohnung verlangten sie Geld, der 26-Jährige schlug mit einer Schreckschusspistole auf das Opfer ein. Das Geld, das das Opfer den Eindringlingen gab, genügte ihnen nicht. Im Schlafzimmer entdeckten sie einen Tresor – nur die Lebensgefährtin des 51-Jährigen kannte den Code. Der 26-Jährige versuchte, mit vorgehaltenem Messer Druck zu machen – dabei verletzte er den Mann. Wenig später tauchte die Lebensgefährtin auf, die den Tresor öffnete.

Die drei Räuber verschwanden mit dem Schmuck. Die beiden Helfer des 26-Jährigen kassierten jeweils fünf Jahre. Der 26-Jährige bekam mit achteinhalb Jahren die höchste Strafe. Er war nicht nur Ideengeber für diesen Überfall, sondern auch für die Aktion in Homberg, an der der 23-Jährige beteiligt war. Einem Mann, der nach einem Gerücht kinderpornografische Fotos besaß, wollten die beiden gemeinsam mit dem 28-Jährigen das Laptop rauben, um ihn zu erpressen. Die Polizei lag jedoch auf der Lauer und nahm das Trio fest. Der 28-Jährige wurde zu einem Jahr und neun Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt werden.

Von Ralf Pasch

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare