Vor Weihnachten soll der Platz der Städtepartnerschaften an der Ehringer Straße in Wolfhagen fertiggestellt sein

Drei Basaltblöcke warten auf das Licht

Noch ohne Licht: Auf die drei Basaltblöcke am Platz der Städtepartnerschaften in Wolfhagen werden jeweils ein etwa 30 Zentimeter hoher Glasklotz gesetzt, in den eine Lampe integriert ist. Den Abschluss der Stele bildet erneut ein Basaltblock. Foto: Thon

Wolfhagen. Der Kreisel an der Ehringer Straße in Wolfhagen erregt die Gemüter. Die einen erinnern die steinernen Puzzle an Grabplatten, Kritik gibt es an den Stromkabeln, die seit einigen Monaten aus den Stelen hängen. Auch auf die Tatsache, dass der Platz der Städtepartnerschaften noch immer nicht fertig ist, reagieren die Wolfhager mit Murren.

„Ja, der Kreisel ist ein sensibles Thema“, sagt Egbert Bachmann, Vorsitzender der Servicegemeinschaft. Die Gemeinschaft hat die Gestaltung des Platzes übernommen. Bereits im Oktober vergangenen Jahres hätte die kreisrunde Verkehrsinsel fertig sein sollen, räumt Bachmann ein. Nun hängt das Projekt an der Firma Energy Glas, die sich bereit erklärt hat, die Glasklötze anzufertigen, die jeweils zwischen zwei Basaltstelen eingepasst werden.

CNC-Maschine kam später

„Es gab Probleme mit der Maschine“, sagt Kai Franke, einer der Geschäftsführer von Energy Glas. Statt zu Jahresbeginn sei die moderne CNC-Technik erst im August geliefert worden. Weitere Zeit sei verstrichen, weil die Maschine erst eingerichtet und für einen reibungslosen Betrieb eingestellt werden musste.

Nun aber ist die Zeit des langen Wartens vorbei: Anfang kommender Woche soll der erste von drei Blöcken fertig sein. Kai Franke geht fest davon aus, dass der Kreisel noch vor Weihnachten um die fehlenden Accessoires ergänzt und die Glaselemente dann in der Dunkelheit leuchten werden. Mit etwa 2000 Euro bringt sich Energy Glas in die Ausschmückung der Verkehrsinsel ein.

Die zeitlichen Verzögerungen hätte die Servicegemeinschaft nur umgehen können, wenn sie den Auftrag für die Glasklötze an eine andere Firma vergeben hätte, sagt Egbert Bachmann. Aber dann hätten Kosten im fünfstelligen Bereich zu Buche geschlagen – ein Betrag, den die Servicegemeinschaft weder stemmen konnte noch wollte.

Ideenwettstreit an Schule

Die Gestaltung des Platzes geht unter anderem auf einen Ideenwettstreit an der Wilhelm-Filchner-Schule zurück. Zwei Anregungen von Schülern seien übernommen worden, sagt Wolfgang-Werner Leffringhausen, Steinmetz aus Viesebeck, der ebenfalls involviert ist: Die Puzzlesteine, in die demnächst noch die Namen der Partnerstädte eingearbeitet werden, und die Spirale in der Mitte – ursprünglich sollte sie aus Edelstahl sein, mit den Jahren soll sich nun aber ein Buchsbaum spiralförmig in den Himmel schrauben.

Neben Steinmetz Wolfgang-Werner Leffringhausen und der Firma Energy Glas sind es das Gartencenter Bachmann (Bepflanzung) und die Firma Haupt (Stromanschluss), die sich in das Projekt an der Ehringer Straße eingebracht haben.

Von Antje Thon

Quelle: HNA

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