SPD, FWG und Grüne formieren sich gegen Martin Wagner

Drei Fraktionen wollen Wechsel im Rathaus

Homberg. So viel Einigkeit gab es selten in der Politik der Kreisstadt: SPD und Grüne machen gemeinsame Sache. „Wir wollen einen Kandidaten finden, der in der Lage ist, die Bürgermeisterwahl zu gewinnen“, sagt Stefan Gerlach (SPD).

Und auch die FWG könnte mit von der Partie sein, sagt der Fraktionsvorsitzende Achim Jäger. Doch müssten das erst die Mitglieder entscheiden.

Die Zusammenarbeit mit Martin Wagner (CDU) sei mehr als mangelhaft, kritisiert Gerlach. Die Fraktionen fühlen sich vom derzeitigen Rathauschef permanent hinters Licht geführt. Daher laute das Ziel der drei Fraktionen: „Wagner muss weg.“ Um dieses Ziel zu erreichen, werde man auch gemeinsam nach einem Kandidaten suchen.

„Wir vertrauen uns wieder“, sagt Gerlach. Daher habe die SPD der FWG und den Grünen vorgeschlagen, gemeinsame Gespräche mit den jeweiligen Kandidaten zu führen.

Auch eine stärkere Einbindung der Homberger sei denkbar. So etwa mit einer öffentlichen Veranstaltung, bei der die vorausgewählten Bewerber präsentiert werden. Das sei ein Instrument, um für die Wahl - die voraussichtlich im Frühjahr stattfinden wird - möglichst viele Homberger zu mobilisieren. Wichtig sei, dass ein Gegenkandidat nicht nur parteipolitisch getragen werde, sondern auch von der Bevölkerung, betont Achim Jäger (FWG). „Es muss jemand sein, der über Parteigrenzen hinaus die Menschen begeistert“, so Klaus Bölling (Grüne). Ein Bewerber-Profil gibt es schon. Vor allem seien positive Ausstrahlung und soziale Kompetenz gefragt.

Die SPD hat schon mehrere Bewerbungen vorliegen, und auch die FWG sucht nach geeigneten Kandidaten. Einen eigenen Kandidaten der Grünen wird es nicht geben, so Bölling.

Einig sind sich die Fraktionen, dass Homberg Potenzial hat. Allerdings herrsche eine tiefgreifende Lähmung.

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Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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