Dekane bleiben vor Ort

Drei Kirchenkreise verschmelzen zum  Kirchenkreis Schwalm-Eder

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Aus drei Kirchenkreisen wird einer: Symbolisch setzen die drei Dekane von links Christian Wachter, Ziegenhain, Sabine Tümmler, Fritzlar-Homberg, Norbert Mecke, Melsungen, den neuen Kirchenkreis zusammen. Foto: rainer schmitt

Bald gibt es ihn, den neuen Kirchenkreis Schwalm-Eder. Die Fusion der drei Kirchenkreise wird nach eineinhalb Jahren Vorarbeit am 1. Januar vollzogen.

 „Gesellschaftliche Veränderungen machen auch vor der Kirche nicht Halt. Darum sind wir auch als christliche Kirche gefordert, unsere Strukturen anzupassen“, sagt Sabine Tümmler, Dekanin im Dekanat Fritzlar-Homberg. 

Bei der Neuordnung geht es auch ums Sparen. Doch entlassen werde niemand, der in den drei Kirchenkreisen gearbeitet habe, betont der geschäftsführende Dekan des neuen Kirchenkreises, Christian Wachter. Es geht vielmehr auch darum, „für die Not vorbereitet zu sein“.

Denn wenn die Zahl der Gemeindeglieder und die Einnahmen schrumpfen, müsse die Kirche auch künftig noch präsent sein, und ihre Angebote aufrechterhalten zu können. Mit der Struktur als Kirchenkreis Schwalm-Eder, will die Kirche dafür gewappnet sein. „Die Kirche wird künftig noch stärker von selbstbewusster Freiwilligkeit und ehrenamtlichem Engagement und immer weniger von traditionellen Pflichtübungen geprägt sein“, fasst Wachter das Ziel der Neuordnung zusammen.

In den kommenden eineinhalb Jahren soll das umgesetzt werden, was die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck im April 2017 beschlossen hat. Nach der Fusion der Kirchenkreis von Fritzlar und Homberg ist der neue Kirchenkreis Schwalm-Eder der Beitrag, den die drei Kirchenkreise für die Gesamtreform der Landeskirche zu liefern hatten.

Dabei ist die Zusammenarbeit über die drei Kirchenkreisgrenzen hinweg nichts Neues. Denn sie funktioniert in vielen Bereichen wie beispielsweise im Diakonischen Werk. Im Wesentlichen geht es bei der Neuordnung als Kirchenkreis Schwalm-Eder um eine Verwaltungsreform. Denn die drei Kirchenkreisämter werden zu einem verschmelzen, das in Homberg stehen wird. Mit dem Neubau soll im kommenden Frühjahr begonnen werden. Und ein Zeichen für den Neustart gibt es: Der Kirchenkreis hat ein gemeinsames Logo.

Wenig Veränderungen werden dagegen die Gläubigen spüren. Denn die Kirche ist nach wie vor mit 129 Pfarrern in den Gemeinden vertreten. Und die kümmern sich um die Gemeindeglieder des größten Kirchenkreises der Landeskirche.

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