Bereites zum 19. Mal wurde der Baum des Jahres in Bad Zwesten gepflanzt

Drei schöne Elsen im Kurpark

Gepflanzt: Drei Elsbeeren stehen jetzt im Bad Zwestener Kurpark. Sie wurden gepflanzt von (von links) Bürgermeister Michael Köhler, Wilfried Süße, Walter Krause, Bürgermeister a.D. Heinrich Haupt, Bodo Tempich sowie Walter Bähr. Foto: Privat

Bad Zwesten. Sorbis torminalis nennen sie die Botaniker, im Volksmund ist sie bekannt als Elsbeere. Der Baum des Jahres ist selten, kaum einer kennt ihn. Das soll sich in Bad Zwesten ändern: Drei Elsbeeren wurden jetzt im Kurpark gepflanzt.

Seit 1993 pflanzte die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald zusammen mit der Gemeinde jedes Jahr je drei Bäume des Jahres an passenden Standorten im Kurpark. Künftig soll auch eine Infotafel über die Bäume des Jahres informieren.

„Das Blatt der Elsbeere ähnelt dem des Ahorns, die Rinde ist schuppig und kann mit der des Birnbaumes verwechselt werden“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Bezirksverbandes der Schutzgemeinsachaft Deutscher Wald, Walter Krause. Das Hauptverbreitungsgebiet seien die wärmeren Mittelmeerländer. Sie kann 200 bis 300 Jahre alt werden. Die Baumhöhe endet meist bei 20 Meter.

Das Holz des Baumes, der auch schöne Else genannt wird, hat eine gelbliche Farbe, es ist hart, aber elastisch, wird gern von Drechslern und Tischlern verwendet.

Teures Holz

Ausgesuchte gerade, astfreie Stämme, die furniertauglich sind, erzielen hohe Preise. Ein Festmeter messerfurniertaugliches Holz wird mit bis zu 20 000 Euro gehandelt.

Stellvertretender Bauhofleiter Wilfried Süße hatte im Vorfeld die Löcher für die drei Bäume des Jahres ausgehoben. Gemeinsam wurden die drei Elsbeeren vom Bezirksvorsitzenden Fritzlar-Homberg der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Heinrich Haupt, Vertretern des Vorstandes der Schutzgemeinschaft sowie Bürgermeister Michael Köhler und weitere Gästen gepflanzt. Der Baum sei ein wahres Multitalent, sein Holz sei als Furnier sehr gefragt und preislich im oberen Bereich anzusiedeln, sagte Köhler. Aus den Früchten könne man Schnaps bereiten. Das Furnierholz sei besonders wertvoll. Früher sei es für die Herstellung hölzerner Rechenschieber verwendet worden. (red)

Quelle: HNA

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