Drei Standorte für Windkraft

Windkraft: Parlament hält Escheberger Wald und Hegeholz für geeignet

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Drei Standorte sind in Zierenberg für Windräder geeignet.

Burghasungen. Thema in der Parlamentssitzung war das Windenergiekonzept des Regierungspräsidiums Kassel, das für Zierenberg drei Gebiete ausweist, die für die Aufstellung von Anlagen als geeignet angesehen werden.

Dazu zählen zwei Bereiche im Escheberger Wald und das Hegeholz nahe Oberelsungen. Diese Standorte hält auch das Stadtparlament für geeignet.

Der Magistrat soll nun mit einem regionalen Projektentwickler Konzepte zur Aufstellung von Anlagen entwickeln und dabei eine Absichtserklärung formulieren, die wiederum das Parlament zur Beschlussfassung erhält. In der Ursprungsvorlage war auch der Bärenberg als möglicher Standort wieder ins Spiel gebracht worden. Dies fand jedoch keine Zustimmung im Parlament. CDU und SPD hatten einen gemeinsamen Änderungsantrag gestellt, nach dem der Bärenberg gestrichen wird.

Bei der Planung ist vorgesehen, die Bürger der Stadt zeitnah über alle weiteren Schritte zu informieren. Dies reichte der UFW-Fraktion nicht. Fraktionsvorsitzende Dr. Bärbel Mlasowsky beantragte, die Stellungnahme der Stadt zu vertagen und die Bürgerinformation vor allem für die Oberelsunger vorzuziehen.

Außerdem wünscht sich die UFW, dass Gespräche mit mehreren Projektentwicklern geführt werden. „Es sollen hier Nägel mit Köpfen gemacht, Vorträge eingetütet und ein Anbieter vertraglich gebunden werden.“

Dem widersprach Bürgermeister Stefan Denn. Die Abgabe der städtischen Stellungnahme zurre nichts fest. „Wir können in jeder Phase Dinge ändern, absetzen oder uns komplett gegen Windkraft aussprechen.“

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Angelika Vialon schlug vor, eine Arbeitsgruppe mit Fraktionsvorsitzenden, Bürgermeister und Experten zu bilden, die eine umfassende Information der Bürger vorbereiten.

Auch Iris Rußhardt-Maurer (CDU) sprach sich dafür aus, die Bürger zu fragen, wie sie dem Windkraftprojekt gegenüberstehen. Man müsse auch Auswirkungen auf die Landschaft im Auge behalten.

Zu Sitzungsbeginn hatte Bärbel Mlasowsky erklärt, dass dieser Tagesordnungspunkt eigentlich gar nicht hätte beraten werden dürfen, da in der Mai-Sitzung ein Beschluss gefasst worden sei, vorher die Bürger in Oberelsungen zu informieren.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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