Auszeichnung für die Pension Alte Scheune

Drei G-Sterne in der Altstadt: Erstes Qualitätssiegel dieser Art im Landkreis vergeben

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Geprüfte Qualität: Horst-Willi und Gisela Harbusch (von rechts) mit Familie und Gratulanten vor ihrer Melsunger Pension. 

Melsungen. Bei Harbuschs in Melsungen wissen Übernachtungsgäste, was sie haben – und das ist jetzt auch mit einem Qualitätssiegel bekundet, das im Landkreis bisher einzigartig ist.

Die Pension „Alte Scheune“ hat ihr Angebot als erster Betrieb seiner Art nach der so genannten G-Klassifizierung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes überprüfen lassen. Das Resultat: drei von vier möglichen Sternen auf einem Auszeichnungsschild, das Landrat Frank-Martin Neupärtl am Mittwoch im Namen des Hotel- und Gaststättenverbandes und des Tourismusverbandes Hessen sowie des Tourismus-Service Kurhessisches Bergland überbrachte.

Neupärtl lobte das familiengeführte Acht-Zimmer-Haus in der Melsunger Altstadt als „Perle im Schwalm-Eder-Kreis“ und für dessen Vorbildfunktion. Er sei überzeugt, so der Landrat, dass sich auch andere vergleichbare Beherbergungsbetriebe künftig einer Klassifizierung nicht verschließen können werden. Dafür gebe es die G-Sterne für Gästehäuser, Gasthöfe und Pensionen. Die Deutsche Hotelklassifizierung habe in der Vergangenheit die Eigenheiten und Qualitäten solch kleinerer Quartiere nicht hinreichend abbilden können.

Qualität ist entscheidend

Im Verdrängungswettbewerb der Branche komme der Qualität und Transparenz touristischer Angebote eine entscheidende Bedeutung zu, sagte Neupärtl. Die Gäste und Kunden würden sich zunehmend an solchen Siegeln orientieren, bei denen sie die Sicherheit haben, dass die Leistung stimme und ihren Preis wert sei.

Dazu gehöre auch die gewisse persönliche Note, sagte Melsungens Bürgermeister Dieter Runzheimer und lobte die Atmosphäre in dem ehemaligen Scheunengebäude: „Hier sind alle Details mit Liebe und Bedacht gestaltet.“ Das sei ein Beispiel dafür, wie Melsungen sein Fachwerk-Potenzial nutzen könne.

Harbuschs hatten das Anwesen 1981 gekauft und zunächst als Firmensitz ihres Malerbetriebs samt Wohnungen genutzt. Nach familiären Veränderungen und mehreren Mieterwechseln entschlossen sie sich 2005, mit zunächst zwei Gästezimmern eine Pension zu eröffnen. Das atmosphärische Wohnangebot in der Altstadt fand schnell seine Fans, seither wurde ständig umgebaut und erweitert. Im Erdgeschoss ist ein freundlicher, offener Frühstücks- und Rezeptionsbereich entstanden, und „jedes Jahr kamen zwei neue Zimmer hinzu“, erzählt Tochter Johanna.

Sie und ihre Schwester Klaudia arbeiten im familiären Gästebetrieb mit, und auch die Schwiegersöhne sind mit Rat und tätiger Hilfe dabei. „Wir vertragen uns alle gut, da kommen auch die Ideen“, sagt Horst-Willi Harbusch, der in der Endphase seines Berufslebens vom Handwerker zum Gastgeber umgesattelt hat.

Und das spüren und schätzen auch die Kunden des bestens ausgelasteten Hauses. Viele Stammgäste sind darunter, selbst aus Skandinavien kehren zufriedene Touristen immer wieder gern in der Alten Scheune ein.

Quelle: HNA

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