Vermutlich waren Arbeiten an der Heizungsanlage die Ursache für das Feuer

Drei Verletzte bei Wohnhausbrand in Niedenstein

Niedenstein. Bei einem Wohnhausbrand in der Bruno-Otto-Straße in Niedenstein wurden am Mittwochabend kurz vor 21 Uhr drei Personen verletzt. Sie erlitten beim Versuch, das Feuer zu löschen, eine Rauchgasvergiftung. Ein 34-jähriger Arbeiter erlitt zudem Verbrennungen an den Beinen zu, weil seine Hose Feuer fing.

Der Verletzte wurde nach notärztlicher Behandlung in ein Kasseler Krankenhaus gebracht, teilt die Polizei mit, Lebensgefahr bestehe aber nicht.

Artikel aktualisiert um 12 Uhr.

Das Feuer entstand vermutlich bei Arbeiten an den Tanks der Heizungsanlage im Keller des Hauses, hieß es von den Einsatzkräften. Den ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei Homberg zufolge, waren in dem Keller schon seit dem frühen Nachmittag Mitarbeiter einer Fachfirma mit dem Zerlegen von Öltanks aus Stahlblech beschäftigt, wobei sich plötzlich mit Öl getränkte Sägespäne vermutlich durch Funkenflug entzündeten. Die Flammen breiteten sich daraufhin schlaghatig über eine hölzerne Wandvertäfelung aus und fraßen sich dann durch bis hinauf zum Dachfirst.

Erschwert wurden die Löscharbeiten für die Feuerwehr dadurch, dass es sich bei dem Gebäude um ein Fertighaus handelt: Das Feuer brannte sich durch Hohlräume bis zum Dach hinauf. Nachdem das Feuer zunächst unter Kontrolle gebracht wurde, entdeckten die Retter mit Hilfe der Wärmebildkamera weitere Brandnester. So musste an zwei Seiten das Dach geöffnet werden, um die Brandnester ebenfalls löschen zu können.

Bilder von den Löscharbeiten

Brand in Niedenstein

Um 23.45 Uhr war der Einsatz für die 61 Feuerwehrleute aus Niedenstein, Wichdorf, Ermetheis, Kirchberg und Metze unter der Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor Andreas Schäfer beendet. Nachbarschaftshilfe leistete die Fritzlarer Feuerwehr, die mit Drehleiter und Tanker und sieben Feuerwehrleuten im Einsatz war. Am Einsatzort waren weiterhin ein Notarzt, drei Rettungswagen und der Betreuungszug vom Malteserhilfsdienst aus Gudensberg, der die Einsatzkräfte mit Getränken versorgten. Nach ersten Schätzungen entstand ein Sachschaden in Höhe von 150.000 Euro.

Quelle: HNA

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