Kind von Rettungskräften befreit

Beinahe-Sturz vom Balkon: Vierjährige klemmte mit Kopf im Geländer

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Ein Vierjähriges Mädchen drohte am Sonntag gegen 1.30 Uhr von einem Balkon eines Mehrfamilienhauses an der Weißdornstraße in Wolfhagen abzustürzen. Es blieb mit dem Kopf im Geländer hängen.

Wolfhagen. Das hätte böse ausgehen können. Ein Vierjähriges Mädchen drohte am Sonntag gegen 1.30 Uhr von einem Balkon eines Mehrfamilienhauses an der Weißdornstraße in Wolfhagen abzustürzen. Es blieb mit dem Kopf im Geländer hängen.

Wolfhagens Stadtbrandinspektor Frank Brunst war mit 15 Einsatzkräften vor Ort und schildert die dramatische Rettungsaktion. Das Kind habe offensichtlich versucht, sich durch die Stangen des Geländers zu schieben. Der Körper war auch schon durch, dann sei das Kind abgerutscht und mit dem Kopf hängengeblieben. Brunst: „Die Beine waren in der Luft, das Kind hing nur noch am Kopf im Geländer.“ Das Kind wollte zu seinen beiden Kuscheltieren, die unten auf dem Boden einer Terrasse lagen. Die Fallhöhe liegt an dieser Stelle bei gut drei Metern.

Ein Nachbar hatte das Schreien des Kindes gehört und versucht, das Mädchen an den Füßen hochzuschieben.

Aktualisiert um 14.10 Uhr. 

„Wir wurden angerufen, weil der Rettungsdienst nicht in die Wohnung reinkam“, so Brunst weiter. Von den Eltern sei zum Unglückszeitpunkt keiner zuhause gewesen. Ein nahe wohnender Verwandter habe dann noch vor Eintreffen der Feuerwehr die Wohnung aufgeschlossen, die Einsatzkräfte des DRK hätten das Kind hochgezogen, „damit es wieder mit den Füßen auf den Boden kam“ und es medizinisch versorgt.

Feuerwehrleute transportierte die Rettungsschere über die Treppe in die Wohnung, durchs Wohnzimmer zum Balkon, wo sie das Geländer aufschnitten und mit Muskelkraft die Stangen soweit auseinanderdrückten, bis das Kind befreit war.

Die Mutter, so Brunst, sei während der Befreiungsaktion eingetroffen. Der Verwandte erklärte am Sonntag gegenüber unserer Zeitung, dass die Frau nur kurz zum Zigarettenholen weggefahren sei. Die Vierjährige habe zu diesem Zeitpunkt fest geschlafen, habe die Mutter berichtet. Das Kind habe eine Balkontür geöffnet und sei unter einem bis fast auf den Boden heruntergelassenen Rollo hindurchgekrochen

Das vierjährige Mädchen wurde vom Rettungsdienst „zur Kontrolle“, wie ein Polizeisprecher sagte, in die Kinderklinik des Kasseler Klinikums gebracht. Im Polizeibericht wurde von den vor Ort eingesetzten Polizeibeamten notiert, dass keine „Pflichtverletzung“ festzustellen sei.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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