56. Dreikönigssingen: Auch in der Schwalm machen sich Kinder auf den Weg

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Bei der Aussendung: Annika Wienzeck, Vanessa Wienzeck, Pfarrer Michael Brüne, Franziska Lippert und Julia Knieling (von links) in der katholischen Kirche in Treysa.

Treysa. "Segen bringen. Segen sein- Hoffnung für Flüchtlingskinder in Malawi und weltweit" so lautet das Motto der 56. Aktion Dreikönigssingen 2014. Auch in Treysa und Gilserberg werden heute Kinder als Heilige Drei Könige verkleidet von der Heilig Geist Gemeinde aus unterwegs sein und den Segen "Christus mansionem benedicat" (Christus segne dieses Haus) bringen.

In diesem Jahr richtet sich der Blick der Aktion auf Kinder, die ihre Heimat verlassen mussten. Unzählige Kinder weltweit leben als Flüchtlinge in Lagern und müssen sich in der Fremde zurechtfinden. "Hierfür ist das Geld bestimmt", erklärt Pfarrer Michael Brüne.

Die ersten Sternsinger wurden bereits gestern im Gottesdienst ausgesendet. Am Montagmorgen machen sich dann insgesamt zwölf Kinder auf den Weg in die Haushalte. Koordiniert wird die Aktion von Claudia Knieling, Beate Lippert und Günter Neul. Sie begleiten jeweils eine der drei Gruppen. "Um die 50 Haushalten stehen heute auf dem Plan", erklärt Knieling. Neben vielen Familien besuchen die Sternsinger in Treysa und Gilserberg zusätzlich Seniorenheime, Rathäuser und evangelische Pfarrhäuser, um den Segen für das neue Jahr zu bringen und Spenden zu sammeln. In Treysa wird die Aktion seit Mitte der 1980er-Jahre organisiert, mittlerweile ist sie ökumenisch. Auch Kinder evangelischer Konfession nehmen daran teil. "In diesem Jahr hatten wir sehr viele Angebote für ein Mittagessen", erzählt Knieling.

Rollen klar verteilt

Denn die Tour sei durchaus anstrengend: "Häufig hatten wir Eis und Schnee. Und im Falle von Regen müssen wir Wechselkleidung mitnehmen", erklärt die Treysaerin, die früher selbst zu einer der ersten Sternsinger-Gruppen gehörte. Mehrere Male vorher treffen sich die Kinder zum Probelauf. Dabei werden Kostüme ausgesucht, die Rollen verteilt, die Texte für die Besuche gelernt. Denn die Aufgaben sind unter Königs klar verteilt: Einer trägt den Stern, einer das Schwenkfass, einer das Schiffchen mit der Kohle und einer die Spendendose. Um den Spruch an den Türrahmen zu schreiben, sind weitere Utensilien nötig. Nicht fehlen dürfen ein Staubtuch, Kreide und Streichhölzer.

Bis in den Abend hinein werden die Sternsinger heute unterwegs sein, überwiegend zu Fuß. Gegen Abend steigt dann die Spannung. Im Pfarrheim zählen die Sternsinger die Spenden und teilen die Süßigkeiten, die sie in den Haushalten geschenkt bekommen haben. Am 18. Januar, 10 Uhr, kommen alle Sternsinger des Pastoralverbundes "Maria Hilf" zu einem Abschlusstreffen in Treysa zusammen.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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