Dringlichkeitsanträge im Kreistag: Fast alle für die A 49

Schwalm-Eder. Mit ihrer Forderung, den Weiterbau der A 49 zu stoppen, hatten die Grünen in der vergangenen Woche für Aufregung gesorgt. Sie möchten, dass dieses Thema Gegenstand der schwarz-grünen Koalitionsverhandlungen in Wiesbaden wird.

SPD, FWG und FDP sahen sich am Montag zu zwei – ähnlich gehaltenen – Dringlichkeitsanträgen im Kreistag veranlasst.

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Die Sozialdemokraten forderten von der CDU ein klares Bekenntnis zum Weiterbau der Autobahn, wie unter anderem Günter Rudolph (SPD) erklärte. Für die Dringlichkeitsanträge, in denen der Weiterbau der A 49 gefordert wird, fand sich eine breite Mehrheit. Lediglich Die Grüne und Die Linke stimmten dagegen.

Bernd Siebert (CDU) machte deutlich, dass es in dieser Frage eine deutliche Mehrheit in der Bevölkerung und im Kreistag gebe. „Unsere Argumente werden in Wiesbaden eine große Rolle spielen“, sagte Siebert. Er glaube, dass es bis zu Lückenschluss mit der A 5 nur „wenige kleinere Hürden gibt, die zu bewältigen sind.“

Klare Bekenntnisse zum Weiterbau der A 49 gab es aus anderen Fraktionen: „Die Grünen sind nicht in der Lage, ein mehrheitlich gewolltes Projekt zu akzeptieren“, sagte Willi Werner (FWG).

„Es darf nicht nur um Pflanzen und Tiere gehen, auch die Menschen sind wichtig“, erklärte Wiebke Reich (FDP).

„Die A 49 ist keine Autobahn, mit dem man spielen kann“, sagte Günter Rudolph. Aus Wiesbaden müsse ein klares Bekenntnis zum Weiterbau der Autobahn kommen.

Mit dem Bau des Tunnels bei Frankenhain sei versucht worden, vollendete Tatsachen zu schaffen, kritisierte Hermann Häusling (Die Grünen). „Wir sind die einzigen, die ein Konzept haben, um die Schwalm zu entlasten, ohne eine Autobahn bauen zu müssen“, fügte er hinzu.

„Die A 49 war von Anfang an eine Fehlentscheidung, und der Tunnelbau ist ein Taschenspielertrick“, erklärte Jochen Böhme-Gingold (Die Linke). (hro)

Quelle: HNA

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