Drogerieartikel sind im Wolfhager Land Mangelware

Wolfhager Land. Die Ära Schlecker ist im Wolfhager Land Vergangenheit, sämtliche Filialen und XL-Märkte sind inzwischen dicht. Dies hat für die Bewohner des Altkreises Konsequenzen. Drogerieartikel und Kosmetik sind zur Mangelware geworden.

Bis auf Wolfhagen mit dem IhrPlatz gibt es nun in keiner Kommune mehr einen Drogeriemarkt. Dies fangen zum Teil die Supermärkte ab, in denen Shampoo, Deo und Co ebenfalls in den Regalen stehen. „Für spezielle Drogerieartikel fahren wir jetzt aber nach Warburg“, sagt eine Breunaerin.

In Bad Emstal orientierten sich die Bürger nun vorwiegend in Richtung Fritzlar, erklärt eine Sprecherin aus dem Rathaus. Zierenberger fahren nach Wolfhagen oder Kassel. Die Naumburger orientieren sich in Richtung Fritzlar. Die Habichtswalder kaufen in Wolfhagen oder Kassel.

„Ich habe jetzt mehr Kunden aus den umliegenden Kommunen“, bestätigt die Inhaberin der IhrPlatz-Filiale Beate Kalhöfer diese Entwicklung. Vor allem Zierenberger, Naumburger, Breunaer und Volkmarser kämen jetzt nach Wolfhagen. Ihr Betrieb gehört als einer der wenigen in der Region nicht zu den 300 IhrPlatz-Geschäften, die im Zuge der Schlecker-Pleite dicht gemacht wurden. „Ich bin selbständige Kauffrau“, so Kalhöfer.

Die Platz-Franchise-Partner haben sich jetzt zu einem Einkaufsverbund zusammen geschlossen. Aus Sicht von Kalhöfer war die Insolvenz der Drogeriemarkt-Kette ausschließlich „dem schlechten Management von Schlecker“ geschuldet. Die Franchise-Nehmer haben das Sortiment um Geschenkartikel erweitert und wollen das Geschäftskonzept beibehalten.

Für die Kunden solle sich nichts ändern. Nachdem das Ordern der Ware durch die Umstellung mit einigen Schwierigkeiten verbunden gewesen sei, laufe nun alles wieder rund, sagt Kalhöfer.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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