Stadtgeschichtlicher Arbeitskreis hatte eingeladen

Drosselbart mit Schwälmer Wurzeln

Analysierten König Drosselbart: der Vorsitzende des stadtgeschichtlichen Vereins Bernd Raubert und die „Märchentante“ Stephanie Röhner. Foto: Hebeler

Treysa. Am Beispiel des Königs Drosselbarts zeigte der Stadtgeschichtliche Arbeitskreis Treysa am Sonntag die Ursprünge dieses weltbekannten Märchens auf. In den Jahren vor 1812 waren die Brüder Jakob und Wilhelm Grimm in der Schwälmer Gegend unterwegs und sammelten Erzählungen.

In Allendorf/Landsburg trafen sie auf die Pfarrerstocher Friedericke Mannel, die ihnen neben anderen die Grundform des Königs Drosselbart lieferte. Der Vereinsvorsitzende Bernd Raubert machte diesen Ursprung insbesondere an der „getöpferten Irdenware“ fest, die in allen Variationen dieses Märchens eine Rolle spielt. Neben Friedericke Mannel gab es in Treysa selber einen Pfarramtskandidaten Ferdinand Siebert, der ebenfalls Erzählungen sammelte und sie den Brüdern Grimm zur Verfügung stellte.

Auf ihn gehen die bekannten Märchen Schneewittchen, Jorinde und Joringel sowie Frau Holle zurück. In der historischen Hospitalskapelle las Stephanie Römer das Märchen vor. Das Märchen schildert den Hochmut der Königstochter, die dann einen Bettelmann heiraten muss. „Ich arme Jungfer zart- Ach hätt’ ich genomm’n den König Drosselbart!“, jammert sie, doch im Märchen wird zum Schluss alles wieder gut.

Historischer Film

Mit einer historischen Super-Acht-Filmvorführung zeigten die Mitglieder des Arbeitskreises noch eine etwas andere Version des Märchens. Und an den Ausstellungswänden waren unterschiedliche Illustrationen dazu ausgestellt. Die Veranstaltung geht auf eine hessenweite Aktion zum Tag der Literatur zurück. Denn, so betonte der Vorsitzende: „Ob Jung oder Alt, die Märchen der Brüder Grimm unterliegen nach wie vor der Faszination auf der ganzen Welt.“. Diese Märchen seien nach der Bibel das zweithäufigst verkaufte Buch dieser Welt.

Wiederholt wird die Veranstaltung mit Märchenlesung voraussichtlich zum Michaelismarkt. (zeb)

Quelle: HNA

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