Matze Knop eröffnete mit Stand-Up-Comedy die Saison im Kulturzelt Wolfhagen

Durch den Kakao gezogen

Wolfhagen. Regen gehört einfach dazu, wenn auf den Teichwiesen das Kulturzelt-Festival startet. Das wissen die Veranstalter nur zu gut und legen bei der Wahl ihrer Eröffnungsacts immer besonders viel Wert auf eine gute Portion Humor, die das Sauwetter schnell vergessen lässt.

Eine Rechnung, die auch am Mittwochabend aufgegangen ist, als Matze Knop zum Auftakt der 19. Kulturzelt-Saison seine Platzhirsche frei ließ. Über 600 Besucher erlebten einen brillanten Entertainer, der erfüllt, was man von ihm erwartet: Stand-Up-Comedy und Promiimitationen, wie nur er sie beherrscht. Versprochen hatte der Lippstädter einen Mannschaftsbus voller guter Laune, und den hatte er auch dabei. Ob Muttersöhnchen Mesut Özil - der „einzige Fußballer, der sich beim Sturz mit seinen eigenen Augen abstützen kann“, „Plüschhase“ Guido Westerwelle oder der „Platzhirsch der Nation“, Angela Merkel - sie alle wurden von Knop auf brillante Art und Weise durch den Kakao gezogen.

Doch nicht nur sie, auch einige Besucher bekamen ihr Fett weg. Der Autoverkäufer in der ersten Reihe etwa oder der Bänker wenige Plätze daneben – Knop scheute den Kontakt zu seinem Publikum nicht und bewies, dass er nicht nur stur sein einstudiertes Programm abspult, sondern darin auch reichlich Platz für Improvisation gelassen hat. Klar, große Strecken der Mammut-Show sind vorgegeben, anders wäre das Pensum der Verwandlungen auch gar nicht zu schaffen. Um während der gut zwei Stunden in möglichst viele Rollen schlüpfen zu können, bediente sich Knop zudem einer großen Videoleinwand, über die er Filme flimmern ließ, die ihn als nuschelnden Niki Lauda zeigen oder auch gemeinsam mit seinem Lieblingsopfer Jürgen „Kloppo“ Klopp bei der Meisterfeier von Borussia Dortmund.

Ein Platzhirsch

Matze Knop weiß, was er tut, und hat es dabei nicht nötig, sich hinter seinen Rollen zu verstecken. Immer wieder nahm er auch sich selber und sein Leben auf die Schippe. So gestand er, sein Auto gerne auf Mutter-Kind-Parkplätzen abzustellen. Wenn eine Politesse kommt, hat er die passende Antwort gleich parat: „Was kann ich dafür, dass meine Eltern nicht mehr mit mir mitfahren wollen?“ Er selbst ist eben auch ein kleiner Platzhirsch. (zhf)

Am Samstag im Kulturzelt: Frau Jahnke und Gästinnen, 20 Uhr.

Am Sonntag: Stefan Gwildis, 20 Uhr

Quelle: HNA

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