Eintracht Felsberg feierte ihren 150. Geburtstag

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Schluss mit allen Unstimmigkeiten: Die Zeiten, in denen sich die Mannschaften aus Felsberg und Gensungen nicht besonders grün waren, sind lange vorbei. Beim 150. Geburtstag der Felsberger Eintracht trugen die Mannschaften ein Freundschaftsspiel aus.

Felsberg. Die Eintracht Felsberg feierte ihren 150. Geburtstag mit vielen Aktionen, Konzerten, Begegnungen: Ein Höhepunkt dabei war aber das Freundschaftsspiel zwischen den Felsberger und den Gensunger Handballern am Samstag.

Denn dabei kamen viele Erinnerungen an alte Zeiten auf, in denen jedes Spiel der ehemals verfeindeten Mannschaften mehr als 1000 Zuschauer an den Spielfeldrand gelockt hatte. Heute wird nicht mehr auf dem Feld, sondern in der Halle gespielt und die Unstimmigkeiten zwischen Felsberg und Gensungen sind längst beigelegt.

Doch zum 150. Jubiläum der TSV Eintracht Felsberg sollten die alten Traditionen auf dem Feld im Felsburgstadion noch einmal aufleben, dieses Mal allerdings nur rein freundschaftlich und ohne wirklichen Verlierer – auch wenn die Felsberger mit 22:19 die Nase vorn hatte.

Etwa 100 Besucher fanden sich am Samstagnachmittag im Felsburgstadion ein, um in Erinnerungen zu schwelgen. Zum ersten Mal spielten die Handballer der Eintracht Felsberg auf dem großen Feld nach den alten Regeln.

„Im Großfeldhandball braucht man aufgrund der größeren Entfernungen mehr Kraft und Ausdauer, aber wir haben die 60 Minuten trotzdem gut gemeistert und hatten viel Spaß dabei“, sagte Tobias Elm, Kapitän der 2. Handballmannschaft der Eintracht.

Dass sich die Handballjugend trotz der neuen Bedingungen gut geschlagen hat, fanden auch Handball-Legenden Franz Wagner (65) und Hellmuth Lange (88). Beide spielten in ihrer Jugend in Felsberg Handball, Lange damals acht Jahre Großfeldhandball, Wagner später dann auch in Baunatal und in Gensungen in der Halle. „An Felsberg ist ohne Handball nicht zu denken, das gehört schon immer hierher“, erinnert sich Wagner. „Als Kinder haben wir geweint, wenn wir mal ein Spiel nicht sehen durften.“

Hellmuth Langes Handballkarriere begann in amerikanischer Gefangenschaft. Nach dem Krieg wurde er zu einem der Felsberger Topspieler. „1948 gewannen wir im Spiel gegen Kirchbauna 9:6, davon habe ich damals sechs Tore erzielt“, erzählte Lange stolz. Daher behielt sein damaliger Trainer auch seinen Spielerpass zurück, als Lange zu seinem Bruder in die Waberner Mannschaft wechseln wollte.

Die Eintracht hatte aber noch wesentlich mehr als Handball zu bieten: Viele junge Besucher verfolgten nicht nur das Spiel, sondern versuchten sich auch an der sieben Meter hohen Kletterburg des Vereins.

Von Natalie Schmidt

Quelle: HNA

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