Zum Markt in der Homberger Innenstadt kamen Tausende – Viele bastelten und werkelten selbst

Ein echtes Herbstvergnügen

Mit ein paar Pferdestärken: Historische Traktoren in der Homberger Altstadt.

Homberg. Äpfel wachsen nicht immer am Baum, sie lassen sich auch prima aus Filz herstellen. Das lernte die vierjährige Laura Hubenthal gestern beim Homberger Herbstmarkt, zu dem Tausende gekommen waren.

Dörte Utpatel aus Homberg erklärte der Vierjährigen, wie sie aus Filzfasern mit Hilfe von Seifenwasser eine Kugel kneten konnte. Mit Seife, Wasser und Filz bildete sie eine Kugel, die einem echten Apfel immer ähnlicher wurde. Das ist allerdings ein Stück Arbeit. Eine Viertelstunde müsse man schon einplanen, schätzt Utpatel.

Ein Kranz braucht Zeit

Aktiv werden konnte man auch am Stand von Ellen Bendig. Die Hombergerin ist eine von fünf Herbstmarkt-Macherinnen, wie es ihr Namensschild verhieß.

Die Ergotherapeutin beschäftigt sich neben ihrem Hauptberuf nicht nur mit der Restaurierung alter Puppen, sie weiß auch schöne Herbstkränze zu flechten. Auf dem Herbstmarkt zeigte sie den Gästen auf Wunsch, wie das geht. Wer einen Kranz basteln und mitnehmen wollte, musste dafür eine Stunde Zeit einplanen, vielleicht auch eineinhalb, sagte sie.

Auch für die Marktbesucher, die nicht selbst aktiv werden wollten, gab es ein reiches Angebot auf dem Herbstmarkt in der Westheimer Straße und auf dem historischen Marktplatz. Es gab Kürbisse in vielen Formen und Farben – unter anderem als Suppe – Wurst und Pizza, heimisches Bier, Kaffee und Kuchen und vieles mehr.

Die Homberger Geschäftsleute hatten ihre Läden geöffnet und teilweise zusätzliche Stände aufgebaut. Dickhaut schickte einen Zug auf die Reise, der im Pendelverkehr fuhr, und auf der Bühne gab es viel zu sehen und zu hören, unter anderem die Rhöner Sauwänzt.

Rechen wie früher

Auch die Handwerkstradition hatte ihren Platz im Marktgeschehen, zum Beispiel bei den Krause-Brüdern aus Hülsa. Rainer zeigte, wie man Rechen nach historischem Vorbild anfertigt. Sein Bruder Friedhelm, 74 Jahre alt, hat sich dagegen darauf spezialisiert, aus Haselnussholz, Wannen – Körben ähnlich – zu flechten. (ode)

Quelle: HNA

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