Nachtragshaushalt: 828 000 Euro für Lohrer Bauwerk - Radtourismus soll profitieren

Ederbrücke wird saniert

Soll für Radler und Landwirte runderneuert werden: Eder-Brücke mit Blick nach Lohre. Foto: M. Berger

Felsberg. Die Erneuerung der Ederbrücke in Felsberg-Lohre kann über die Bühne gehen: Am Donnerstagabend gab das Felsberger Parlament Grünes Licht für das 828 000 Euro teure Vorhaben. Dabei erwartet die Stadt 595 125 Euro Zuschüsse. Die Ederbrücke wird sowohl für den Radtourismus als auch für die Landwirtschaft als wichtig erachtet.

Das Vorhaben liegt seit Jahren auf Eis, weil Zuschüsse fehlten, die das Amt für Straßen- und Verkehrswesen jetzt zusagte, wie es in einer Vorlage heißt. Nach Verwaltungsangaben ist der komplette Aufbau der Brücke marode. Lediglich die Pfeiler könnten mutmaßlich erhalten werden.

Wichtige Verbindung

Die Lohrer Ederbrücke wird in erster Linie von Radtouristen genutzt, teilte Paul Wieder von der Stadtverwaltung mit. Die Verbindung sei ein wichtiger Baustein des Ederauen- und Schwalmradwegs. Aber auch landwirtschaftliche Fahrzeuge nutzten die Verbindung.

Über die Brücke hinaus werden die Stadtverordneten demnächst über weitere Haushaltsposten zu entscheiden haben.

Dazu stellte Bürgermeister Volker Steinmetz am Donnerstag einen ersten Nachtragshaushalt für dieses Jahr vor. Das Zahlenwerk berücksichtige einerseits Mehrausgaben wie bei der Kreisumlage und andererseits ein Plus etwa bei der Einkommensteuer. Mehr als geplant werde die Stadt unter anderem für die energetische Sanierung der Alten Turnhalle Felsberg und der Kleinen Sporthalle Gensungen ausgeben müssen - 200 000 Euro sollen dabei für beide Gebäude anfallen.

Auch künftig sei die Stadt Felsberg auf Kredite angewiesen, um mit einem Eigenanteil und Fördergeld die Infrastruktur voranzubringen, kündigte Volker Steinmetz mit Blick auf die nächsten Jahre an. Die Kosten von gesetzlich vorgegebenen Aufgaben und die Erhöhung der Kreis- und Schulumlage belasteten den Haushalt enorm und machten Maßnahmen zum Schuldenabbau wie die Erhöhung der Grundsteuer fast zunichte. (lgr)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare