Teamspieler will Chef werden

SPD Edermünde nominiert Thomas Petrich für Bürgermeisterwahl 2014

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Thomas Petrich

Edermünde. Er will das Ehrenamt zum Beruf machen: Thomas Petrich heißt der wohl aussichtsreichste (und bisher einzige) Kandidat für die Wahl zum neuen Bürgermeister von Edermünde. Einstimmig sprachen sich die SPD-Delegierten aus den vier Edermünder Ortsvereinen am Donnerstagabend für den 50-Jährigen aus.

Er wird sich am 16. März 2014 dem Votum der Wahlberechtigten aus Besse, Holzhausen/Hahn, Haldorf und Grifte stellen. „Wir wissen, dass die Auswahl des Kandidaten bei einer Direktwahl entscheidend ist“, sagte Günter Rudolph, SPD-Fraktionsvorsitzender und Landtagsabgeordneter aus Haldorf, bei der Vorstellung im Rathaus.

SPD-Kandidaten werden nicht mehr automatisch gewählt, das wissen die Genossen aus anderen Gemeinden. Mit Petrich fühlt man sich auf der sicheren Seite: Er ist Edermünder durch und durch, kennt die Gemeinde und ist seit jungen Jahren engagiert, vom Jugendclub bis zur Kulturinitiative, vom Fahrradclub bis zur Kommunalpolitik, von der Bücherei bis zum Grundschul-Förderverein.

In einem „offenen Prozess“ sei der 50-Jährige bestimmt worden, sagte Rudolph, andere Kandidaten der SPD gab es jedoch nicht. Aber warum will Petrich eigentlich seinen Beruf, an dem er Spaß habe, aufgeben und Bürgermeister werden? „Weil ich damit die Chance habe, nochmal was anderes zu tun und mein Engagement kommunalpolitisch ausbauen kann“, sagt er. Aus dem wichtigen Ehrenamt werde dann ein Beruf, in dem er noch näher an die Menschen komme. „Was wir in der Gemeinde tun, ist nicht abstrakt, sondern ganz konkret“, sagt Petrich. Das gefalle ihm.

Petrich verweist auf positive Erfahrungen: Seit den 80er-Jahren habe er erfahren, dass sich mit gemeinschaftlicher Anstrengung vieles erreichen lasse. In der Teambildung sieht er eine seiner Stärken.

Sollte er am 16. März gewählt werden – er hofft übrigens auf mindestens einen Gegenkandidaten, damit man die Wahl habe –, verspricht er den Edermündern auch Kontinuität: „Wir haben das bisher gut gemacht.“ Solide Finanzen und realistische Zielsetzungen gehören dazu.

Akzente setzen will Petrich bei der Reaktion auf den demografischen Wandel: mehr Angebote für alte Menschen (Tagespflege, betreutes Wohnen), Kampf den Leerständen. Da seien kreative Ideen gefragt. Wichtig ist ihm zudem die Bürgerbeteiligung. Dazu soll es bis Ende 2015 ein Konzept geben. Den Anstoß dazu gab die Partnergemeinde Terenten in Südtirol. „Die haben alle Bürger befragt, wie sie ihre Gemeinde sehen.“ Das sei ein tolles Vorbild.

Von Ulrike Lange-Michael

Zur Person:

Thomas Petrich (50) wurde im Ortsteil Holzhausen/Hahn geboren und lebt heute mit seiner Familie (Ehefrau Jutta, zwei Kinder, 10 und 12 Jahre alt) im Ortsteil Haldorf. Nach dem Realschulabschluss an der GAZ Gudensberg absolvierte er eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei VW Baunatal. Dort arbeitet er bis heute im Bereich Produktmanagement des Original-Teile-Centers (OTC) als Koordinator verschiedener Teams. Petrich engagiert sich seit seiner Jugendzeit in Vereinen und der Kommunalpolitik. In seiner Freizeit ist er mit der Familie zusammen, er fährt Rad, fotografiert, liest und kocht gerne. (ula)

Quelle: HNA

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