Ihre Spuren bleiben

Pfarrerehepaar Krause verlässt Grifte nach 29 Jahren

Doris und Uwe Krause haben 29 Jahre in Grifte gelebt und in wechselnden Anstellungsverhältnissen für die evangelische Kirchengemeinde gearbeitet.
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Doris und Uwe Krause haben 29 Jahre in Grifte gelebt und in wechselnden Anstellungsverhältnissen für die evangelische Kirchengemeinde gearbeitet.

29 Jahre waren Doris und Uwe Krause in unterschiedlichen Anstellungsverhältnissen in der evangelischen Kirchengemeinde Grifte tätig. Vor Ort haben sie einiges verändert und bewirkt.

Ganze 29 Jahre waren Doris und Uwe Krause in unterschiedlichen Anstellungsverhältnissen in der evangelischen Kirchengemeinde Grifte tätig. Seit 2008 arbeitete Doris Krause als Pfarrerin in Grifte/Holzhausen am Hahn, ihr Mann wechselte vor zehn Jahren ins Nachbarkirchspiel Guxhagen I.

Ihre drei Kinder wuchsen im Grifter Pfarrhaus auf. „Es ist ein Stück Heimat geworden“, sagt Doris Krause, die nun als Landeskirchliche Pfarrerin tätig ist. In dieser Position vertritt sie nun Pfarrkollegen im Dekanat Fritzlar-Homberg. Zum Abschied von Grifte haben Doris und Uwe Krause von Gemeindemitgliedern eine Holzbank mit bestickten Kissen erhalten, die nun vor ihrem Haus in Guxhagen-Ellenberg steht.

„Die größte Freude macht mir die direkte Gemeindearbeit mit Kindern und Senioren“, sagt Doris Krause. Die Seelsorge, die Besuche bei den Menschen zuhause, aber auch die Organisation von Fahrten erfüllen sie ebenfalls. Weitere Schwerpunkte legt sie auf die Ökumene und Partnerschaftsvereine. So ist die 61-Jährige etwa Mitglied im Partnerschaftsausschuss Fritzlar-Shimoga. Den indischen Partnerkirchenkreis hat sie mehrfach besucht. Darüber hinaus war sie 25 Jahre Mitglied und 15 Jahre Vorsitzende des Gustav-Adolf-Werks Kurhessen-Waldeck, das auch mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Republik Kirgistan in Kontakt steht. 2005 hat sie den Arbeitskreis Christlicher Kirchen Fritzlar gegründet.

Das Pfarrerehepaar Krause hat Spuren in Grifte hinterlassen

2006 fusionierten die evangelischen Kirchengemeinden Grifte und Holzhausen/Hahn. „Die Zusammenarbeit hat sich positiv entwickelt“, sagt Doris Krause, die Gottesdienste in beiden Ortsteilen hielt. Mit ihrem Ehemann hat sie in den vergangenen 29 Jahren nicht nur dafür gesorgt, dass das Grifter Pfarrhaus in Schuss gehalten wurde und neue Fenster bekam. Auch das dortige Gemeindehaus wurde unter der Regie des Pfarrerehepaars energetisch saniert. Der Verdienst ihres Mannes sei es gewesen, dass das Gebäude als erstes im Bereich der Evangelischen Landeskirche über eine Fotovoltaikanlage verfügte. Dem 64-Jährigen liegen Umweltthemen am Herzen.

In Grifte hat das Pfarrerehepaar im Laufe der Jahre für einige Veränderungen gesorgt und Spuren hinterlassen. Im Umfeld der Kirche haben Doris und Uwe Krause beispielsweise neue Wege angelegen und Bänke aufstellen lassen, um die Dorfmitte zum Treffpunkt zu machen. 2007 wurde die Innenkonstruktion des Grifter Kirchturmhelms saniert. 2013 erwarb die evangelische Kirchengemeinde Grifte/Holzhausen eine historische Pfeifenorgel aus Littfeld bei Krombach.

2013 bekam die Grifter Kirche eine historische Pfeifenorgel

„Vorher hatten wir nur eine schlichte elektronische Orgel, die jetzt im Gemeindehaus steht“, sagt Doris Krause. Die Innensanierung der Kirche stehe noch an – dieser könnte sich ihr Nachfolger annehmen. In Holzhausen lag die Innen-Renovierung der Kirche noch in der Hand von Doris und Uwe Krause.

In der Gemeinschaft der Kirchengemeinde Grifte haben sie ebenfalls einiges bewirkt. Bis heute existiert ein Spielkreis für Eltern mit kleinen Kindern, den Doris Krause in den 1990er-Jahren gründete. In der Jugendarbeit Chattengau Ost haben sie eine Stelle geschaffen, die neben Grifte und Holzhausen fünf weitere Orte im Chattengau betreut. Außerdem hat das Ehepaar gemeinsam einen Gemeindebrief herausgegeben, der vier Mal im Jahr erscheint und den es auch ohne sie weiterhin geben soll.

Von Christina Zapf

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