Neujahrsempfang

Edermünde wächst weiter -  Interesse an Baugebieten ungebrochen

Thomas Petrich

Edermünde. „Stärke durch Gemeinsamkeit" - so lautete das Motto des Neujahrsempfangs der Gemeinde Edermünde. Gemeinsamkeit bei allen Belangen, die die Gemeinde angehen, war gemeint, nicht nur beim Thema Flüchtlinge, das auch in Edermünde zu den Prioritäten gehört.

Bürgermeister Thomas Petrich und der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Armin Wicke, begrüßten die zahlreichen Gäste in der Bilsteinhalle in Besse.

Die Gemeinde verzichtete am Sonntag auf ein großes Programm, so wie es die Gäste des Empfangs aus der Vergangenheit gewohnt waren. Keine Showeinlagen, kein Moderator, sondern der persönliche Kontakt der Anwesenden und das gemeinsame Gespräch standen in diesem Jahr im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Auf eines wollten die Veranstalter jedoch auch diesmal nicht verzichten: Musik. Und die kam von der Jazzband der Musikschule Schwalm-Eder-Nord unter der Leitung von Harald Renner. Die fünf Musiker mit Sängerin Natalja Bachmann sorgten für gute Stimmung, trotz einiger ernster Themen, die Bürgermeister Petrich in seiner Rede zur Sprache brachte.

Er beschrieb, was man im vergangenen Jahr erreicht hat und welche Aufgaben in diesem Jahr anstehen:

Das Betreuungsangebot in der Gemeinde Edermünde sei gewachsen, die Jugend- und gemeindliche Seniorenarbeit sei auf hohem Niveau gepflegt worden, so dass sich das Angebot von Edermünde sehen lassen könne, so Petrich.

Dass das die Bevölkerung zu schätzen wisse, zeige sich unter anderem an der hohen Nachfrage an Wohnraum. Alle bis 2020 vorgesehenen Flächen für Wohnbebauung an den Ortsrändern seien bereits vollständig belegt, erklärte der Bürgermeister beim Neujahrsempfang.

Die Erschließung von Flächen innerorts für die Wohnbebauung wird geprüft. Die Angebote für seniorengerechtes Wohnen sollen ausgebaut, bestehende Wohnungen saniert werden.

Zur Verbesserung der Wohnqualität stehe in Kürze der Bürgerbus für Fahrten nach Baunatal zur Verfügung, man brauche jedoch weitere ehrenamtliche Fahrer.

Im Juli wird in Besse ein großes Jugendfeuerwehrzeltlager stattfinden. Im Zuge dessen betonte Petrich die Bedeutung des Nachwuchses für die Feuerwehren. Mit 31 Aktiven sei die Zahl der Feuerwehrmitglieder stark zurück gegangen. Dem müsse man entgegenwirken.

Beachtlich sei die Zahl der Helfer, die sich um die derzeit 55 Flüchtlinge kümmerten. Über 200 Ehrenamtliche sind es. Petrich: „Lassen Sie uns den Menschen, die bei uns Schutz suchen, eine echte Chance bieten. Lassen Sie uns den Extremisten auf allen Seiten Paroli bieten“.

Auch Themen wie Lärmschutz an der A 49 und Südlink stehen weiter auf der Agenda. (zen)

Quelle: HNA

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