Internet und Telefon

Edermünder hat Probleme mit dem Wechsel zur Netcom 

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Hat kein Internet mehr und Ärger mit Verträgen, verliert aber nicht die gute Laune: Karl-Heinz Eberhardt aus Haldorf.

Edermünde. Endlich eine schnellere Datenleitung und Internet sowie Festnetztelefon wünschte sich Karl-Heinz Eberhardt. Doch der Wechsel zur Netcom klappt nicht. 

Vor einem Jahr war Karl-Heinz Eberhardt aus Edermünde-Haldorf bei einer Info-Veranstaltung der Netcom Kassel, dort hörte er von der neuen Glasfaserleitung in Haldorf. Bis zu 50 Mbit/sec seien möglich, hieß es. Und das zu einem fairen Preis. Also wartete der 80-jährige Rentner nicht lange, sondern unterschrieb Anfang März 2017 den Vertrag mit der Netcom. Angeschlossen werden sollte er dann, wenn die neuen Leitungen auch liegen.

Was so einfach klang, wurde in den vergangenen Wochen jedoch zum Problemfall. Denn der Übergang vom einen zum anderen Anbieter scheiterte bisher. Weil offenbar Kündigungsfristen nicht eingehalten wurden. Und deshalb kommt Karl-Heinz Eberhardt zurzeit nur dank eines netten Nachbarn ins Internet und muss seine Festnetz-Anrufe einzeln abrechnen.

Fristen verpasst

Der 80-Jährige, der seit Jahrzehnten Telekom-Kunde war, aber seit einigen Jahren als Provider Tele2 hatte, sieht bei sich keine Schuld: "Ich hatte schon mit Vertragsabschluss die Netcom aufmerksam gemacht, dass mein Telekom-Vertrag bis 27. Dezember 2017 gekündigt werden muss." Und die Netcom habe zugesagt, dass sie die Kündigung übernehmen werde.

Die Kündigungsfrist betrug einen Monat, die Nummer sollte mitgenommen werden – alles kein Problem, so hieß es. Im Oktober habe er wieder auf die Kündigungsfrist hingewiesen, sagt Eberhardt, denn die ersten Glasfaserleitungen wurden in Haldorf angeschlossen. "Alles klar", hieß es erneut. Doch kurz vor Weihnachten, bei einem erneuten Anruf, erfuhr der Haldorfer, dass man bei der Netcom angeblich nichts davon wisse.

Zu diesem Zeitpunkt war eine rechtzeitige Kündigung des Telekomvertrages nicht mehr möglich. "Im Januar hieß es, mein Vertrag sei zum 28.12.2018 gekündigt worden", erzählt der Rentner. Also fast noch ein Jahr bei der Telekom. Und seinen Tele2-Vertrag hatte er bereits selbst gekündigt. Bei der Telekom erfuhr Eberhardt am Telefon, dass die Netcom ihn angeblich "rauskaufen" und die Kosten übernehmen könne. Dann erhielt er von der Netcom ein Schreiben über Geräte, Kosten und mehr, doch er hatte ja noch gar keinen Anschluss.

Kunde fühlte sich hingehalten

Schließlich hatte er die Nase voll und kündigte den Vertrag mit der Netcom, was ihm inzwischen auch bestätigt wurde. "Doch ich möchte ja Netcom-Kunde werden", beharrt er. "Aber ein weiteres Jahr werde ich mich nicht mehr hinhalten lassen." Ungeklärt sei zudem, wer die Kosten für den Telekom-Anschluss bis 28. Dezember 2018 übernehme.

Karl-Heinz Eberhardt ärgert sich, bleibt aber gelassen. Zumindest die vielen verschiedenen Gesprächspartnerinnen, die er im Callcenter der Netcom hatte, seien immer freundlich gewesen. Aber irgendwas laufe da falsch, ist er überzeugt. Denn er sei nicht der Einzige, der beim Übergang von Telekom zur Netcom Schwierigkeiten habe. 

Inzwischen hat die Netcom Karl-Heinz Eberhardt angeboten, ihm zu günstigen Konditionen einen Internetzugang zur Verfügung zu stellen. Damit ist der Haldorfer zufrieden, wie er gegenüber der HNA erklärte. Er ist aber nicht der einzige Betroffene: Auch Netcom-Kunden in Kaufungen und Nieste ärgerten sich vor Kurzem. 

Quelle: HNA

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