Holländischer Künstler Edwin Moes setzt Projekt  in Melsungen fort

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Sucht Räume, Kammern, Zimmer: Edwin Moes.

Melsungen. Der holländische Künstler Edwin Moes will nach eigenen Angaben in Melsungen sein Projekt „Vergessene Räume“ fortsetzen.

Moes lebt seit sechs Jahren in der Bartenwetzerstadt. Aus seiner Sicht geraten Geschehnisse und Menschen oft viel zu schnell in Vergessenheit. Seine Kunst soll dagegen halten. Im Hinterkopf hat der Künstler dabei auch seine Mutter, die an Alzheimer gestorben ist, als er 16 Jahre alt war.

Moes nutzt Nebenzimmer, Lagerräume und Abstellkammern in alten Fachwerkhäusern der Melsunger Innenstadt. Die Räume werden unterschiedlich gestaltet und sollen eine neue Ausstrahlung erhalten. Aufgenommen werden Geschichten zum jeweiligen Haus. Dabei liefern dem Künstler Fotos, Archivmaterial, Möbel, Bilder und vieles mehr Hinweise. Moes: „Ich baue Rauminstallationen.“

Ich verändere nur Kleinigkeiten und definiere dadurch einen ganz neuen Raum, hatte Moes einmal zum Start seines Projekts erklärt. Inzwischen hat er unter anderem begehbare Häuser an der Kasseler Straße und im Vorderen Eisfeld gestaltet. Eine Zeitlang schon waren keine neuen Räume mehr hinzugekommen.

Nun soll es weitergehen. Für seine Installationen sucht Edwin Moes nach eigenen Angaben neue Räume und Sponsoren. Sobald sie gestaltet sind, sollen Führungen angeboten und die Räume multifunktional genutzt werden – zum Beispiel für Kulturveranstaltungen. (lgr)

Kontakt: Edwin Moes, Telefon 05661 / 928792

Quelle: HNA

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