Zehnter Todestag des ehemaligen Melsunger Landrats Franz Baier

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Franz Baier

Melsungen. "Wollen wir uns wieder vertragen" war eine beliebte Redewendung Franz Baiers nach der Begrüßung. Dabei ist er immer ein Mann des Ausgleichs gewesen, absolut nicht streitsüchtig und sehr sozial eingestellt. Er war der letzte Landrat in der Geschichte des Landkreises Melsungen. Heute jährt sich sein Todestag zum zehnten Mal.

Baier war bei ungewöhnlich vielen Gelegenheiten präsent und bereicherte Jubiläen, Vereins- und Familienfeiern immer wieder mit launigen Worten. Slogan: "Keine Feier ohne Baier!" Franz Baier wurde am 1. September 1919 in Schreckenstein im Sudetenland geboren, besuchte die Volks-, Bürger- und Handelsschule, trat in die Dienste seiner Heimatstadt, wurde zum Kriegsdienst eingezogen, 1942 schwer verwundet und kam 1946 schließlich als Heimatvertriebener nach Adelshausen.

Dort übernahm er 1947 die Leitung des Schulungs- und Erholungsheims Walkemühle und wurde 1954 als Bewährungshelfer von der hessischen Justizverwaltung angestellt. Baier gehörte seit jungen Jahren der Sozialdemokratischen Partei an und war vor seiner Wahl zum Landrat (1961) Stadtverordneter in Melsungen sowie Kreistagsabgeordneter sowie Kreistagsvorsitzender des Landkreises Melsungen.

Landrat Baier widmete sich der Jugendpflege und vor allem dem Schulwesen, das in dieser Zeit im Umbruch war.

Am 1. November 2003 starb Franz Baier, ein außerordentlich populärer Kommunalpolitiker, bekannt und beliebt bei der Bevölkerung und den Vereinen, Ehrenbürger der Stadt Melsungen, Träger des Bundesverdienstkreuzes und der Freiherr-vom-Stein-Plakette.

Von Dr. Ehrhart Appell

Quelle: HNA

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