B. Braun Melsungen AG hat es gekauft

Nichts passiert am ehemaligen Kraftfutterwerk in Altmorschen: Ideen werden geprüft

Nicht gerade ein Hingucker: Das ehemalige Raiffeisen-Kraftfutterwerk in Altmorschen gehört der B. Braun Melsungen AG. Archivfoto: Manfred Schaake/nh 

Morschen. Es ist nicht gerade ein Hingucker: Das ehemalige Raiffeisen-Kraftfutterwerk im Altmorschen. Die B. Braun Melsungen AG Grundstück und Gebäude im vergangenen Jahr gekauft. Passiert ist seitdem nichts.

Spekulationen, was auf dem Gelände entstehen könnte, gibt es hingegen viele.

„Wir wüssten gern, wie es weitergeht“, sagt Bürgermeister Ingo Böhm. Er freue sich, dass durch den Kauf der Anlage durch die B. Braun AG auf dem Gelände etwas neues entstehen könne. Das sei positiv für die Entwicklung Morschens.

„Zumal sich die Gemeinde Morschen vom Industriestandort zum Tourismusstandort entwickelt“, sagt Böhm. Er hoffe, dass die künftige Nutzung des Raiffeisengeländes die Gemeinde bei dieser Entwicklung weiterbringe.

Die B. Braun Melsungen AG äußert sich auf Anfrage nicht zu konkreten Plänen, sondern teilt mit: „Der Erwerb des Raiffeisen Kraftfutterwerkes in Morschen erfolgte als Optionsfläche für die erweiterte Flächennutzung seitens des Hotels Kloster Haydaus beziehungsweise der Integrationskooperation mit der Baunataler Diakonie (Küchengarten). Momentan gibt es für das Gelände in Morschen eine ganze Reihe von interessanten Ideen, die derzeit aber noch geprüft werden.“

Seminarzentrum und Hotel

Das Kraftfutterwerk war 1957 von der Raiffeisen Warenzentrale Hessenland GmbH errichtet worden. Es steht direkt neben der historischen Klosteranlage, dem Hotel Kloster Haydau und dem Seminarzentrum. Der Gebäudekomplex rund ums Kloster wurde zwischen 2009 und 2013 im Auftrag von B. Braun grundlegend saniert und restauriert.

Das Hotel, dessen Bauherr B. Braun war, ist im Mai 2013 eröffnet worden. Auch das alte Bahnhofsgebäude gehört dem Unternehmen und wurde saniert. Darin befindet sich ein Schulungszentrum. Insgesamt investierte das Unternehmen nach eigenen Angaben 37 Millionen Euro in das Seminarzentrum und den Hotelbau.

In die Neugestaltung des Küchengartens hinter dem Kloster, der seit 2014 von der Baunataler Diakonie betrieben wird, flossen zwei weitere Millionen.

Quelle: HNA

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