Herbert Guntermann (70) wird am morgigen Freitag zum letzten Mal die Synode des Kirchenkreises Ziegenhain leiten

Das Ehrenamt als gelebter Glaube

Sagte Ade: Herbert Guntermann, hier in der Hattendorfer Kirche, war 24 Jahre lang Präses der Synode des Kirchenkreises. Dem Gremium wird er morgen zum letzten Mal vorstehen. Foto:  Grede

Schwalm. Fast auf den Tag genau vor 24 Jahren leitet Herbert Guntermann als Präses zum ersten Mal die Herbstsynode, am morgigen Freitag wird er der Tagung des obersten Gremiums des Kirchenkreises zum letzten Mal vorstehen.

Drei Dekane habe er als Präses der Kirchenkreissynode in ihrer Amtszeit begleitet, erzählt der Hattendorfer. Durchgängig sei es eine ruhige Zeit gewesen. Unter den Synodalen habe es häufig unterschiedliche Auffassungen, aber keinen Streit gegeben, und nie habe er zu einer Sondersynode einladen müssen, zieht der 70-Jährige Bilanz.

Verändert haben sich aber im Laufe der Jahre die Art der Themen. Sie sind schwieriger geworden, sagt Guntermann mit Blick auf demografische Veränderungen und Sparmaßnahmen, „weil sich die Gesellschaft und damit die Kirche verändert“. Pfarrstellenregulierung und Gebäudebedarfsplan der Kirchengemeinden nennt er da als Stichworte.

Jetzt ist für ihn der Zeitpunkt gekommen, etwas kürzer zu treten. Immer habe er sich dort einbringen wollen, wo es möglich war. Intensiv hat er sich mit der regionalen Kirchengeschichte befasst. In den Gemeinden des Kirchenkreises ist er seit 1980 als Lektor und seit 1996 als Prädikant bekannt. 30 Jahre gehörte er dem Kirchenvorstand in Hattendorf an. Fünf ältere Männer hätten neben ihm als jüngeren damals dem Gremium angehört, erinnert sich der 70-Jährige an seine Anfangszeiten als Kirchenvorstandmitglied. Da habe er sich gesagt, „solange wie die machst du das nie“. Dennoch sind für es für ihn Jahrzehnte geworden. Kirchliches Ehrenamt als gelebter Glauben - „eine schöne Zeit“, sagt Guntermann.

Von Sylke Grede

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Quelle: HNA

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